Bützow : Das große Bauen geht los

Baustellengespräch: Die Planer Markus Fiegl (l.) und Marek Jahnke (r.) im Gespräch mit Bützows Bauamtsleiterin Doris Zich sowie Gabriele Geue vom Bauamt der Stadtverwaltung (2. und 3. v. l.).
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Baustellengespräch: Die Planer Markus Fiegl (l.) und Marek Jahnke (r.) im Gespräch mit Bützows Bauamtsleiterin Doris Zich sowie Gabriele Geue vom Bauamt der Stadtverwaltung (2. und 3. v. l.).

SVZ-Bautagebuch (Teil 1): Gestern erfolgte der Startschuss zur Neugestaltung des Rosengartens

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29. Mai 2017, 21:00 Uhr

Wo soll der Bauzaun entlang führen, wo die Baustelle eingerichtet werden? Solche und viele andere Details waren gestern zu klären. Denn mit der Bauanlaufberatung begann eines der größten Investitionsvorhaben der Stadt in diesem Jahr: die Neugestaltung des Rosengartens. Der ist ab sofort für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Absperrungen sollten deshalb unbedingt beachtet werden.

Die Neugestaltung des Rosengartens ist keine neue Idee. Sie steht schon lange auf der Agenda, sollte umgesetzt werden, wenn die Brücken- und Straßenbaumaßnahmen am Aalfang und Vor dem Rühner Tor abgeschlossen sind. Doch dann kam der Tornado am 5. Mai 2015, der der grünen Oase besonders zusetzte. Deshalb wurde im Sommer 2015 ein Architektenwettbewerb für das gesamte Areal rund um das Schloss ausgeschrieben. Darin enthalten war auch der Teilbereich Rosengarten. Im Frühjahr 2016 wurde der Sieger ermittelt – die Architektengemeinschaft Markus Fiegl und Marek Jahnke aus Berlin. Die wurden dann mit der weiteren Detailplanung beauftragt und übernehmen jetzt auch die Bauführung. Bis zum Herbst soll sich der Rosengarten dann in einem völlig neuen Gesicht präsentieren.

Unter dem großen Thema „Spiel, Aktivitäten und Entspannung“ soll die rund 15 000 Quadratmeter große Fläche komplett umgestaltet werden. Es soll Angebote für alle Altersgruppen geben. Unter anderem ist am Ufer der Warnow ein Wasserspielplatz vorgesehen. Ein zweiter Spielplatz mit verschiedenen Klettermöglichkeiten, unter anderem ein Turm mit Rutsche, steht ebenfalls auf dem Plan. Zudem ein Wasserwanderrastplatz – eine Steganlage, an der Kanuten anlegen und im Bereich der Warnow verweilen könnten. Vorgesehen sind ebenfalls Rundwege, Sitzgelegenheiten und viel Grün.

Die Bauarbeiten bringen in den kommenden Wochen aber auch Einschränkungen für die Bützower. Gegenüber der Warnow-Pflege erfolgt die Zufahrt zur Baustelle (aus Richtung Forsthof kommend vor dem Parkplatz). Also sollten Autofahrer in diesem Bereich auch damit rechnen, dass Fahrzeuge abbremsen und abbiegen wollen. Der Parkplatz selbst soll, so lange es geht, offen bleiben. Denn auch er wird neu gestaltet.


Gehwege komplett gesperrt


Auf jeden Fall komplett gesperrt sind sämtliche Wege im Rosengarten, auch die am Jugendklub Domizil vorbei in Richtung Gartenstraße. Darauf sollten sich die Bützower einstellen, die in die Stadt wollen. Ausweichmöglichkeiten sind die Gartenstraße und der Weg hin zur Aalfangbrücke. Dieser befestigte Weg ist zwar Bestandteil des Bauvorhabens, wird aber zunächst offen bleiben.

Die Arbeiten wurden von den Stadtvertretern an eine Firma aus Gnoien vergeben. Insgesamt geht es um eine Investition von rund 620 000 Euro. Mehr als ein Drittel dieser Summe sind Sonderbedarfszuweisungen des Landes, die Bützow im Rahmen der Beseitigung der Tornadoschäden finanziell unter die Arme greift. Insgesamt rund 252 000 Euro. Hinzu kommen Mittel aus dem europäischen Leaderprogramm in Höhe von knapp 95 000 Euro. Weitere 25 000 Euro sind zweckgebundene Spenden, die im Zuge des Tornados für neues Grün von verschiedenen Personen und Organisationen bereitgestellt wurden.

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