Bützow : Das Aus für den Kino-Klub

Nicht mal ein Jahr hielt die Initiative mangels Interesse durch, inzwischen gibt es Ersatz im Kultursalon

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20. März 2019, 05:52 Uhr

„Die Bützower wollen sich in ihrer Langeweile nicht stören lassen“, lautete ein Zitat im Beitrag „Aus fürs Kino in Bützow“, der vor genau zehn Jahren in der Zeitung stand. Vor einem Jahrzehnt musste der Kino-Klub Bützow die Segel streichen. Nach nicht einmal einem Jahr.

Im August 2008 starteten Britta und Wolfgang Schacht mit ihrer Idee, regelmäßig Kinovorstellungen in Bützow anzubieten, um, so hieß es damals, das kulturelle Leben in der Stadt zu bereichern. Immer am zweiten Sonnabend im Monat wurde ins „Casa“ eingeladen, zu je einem Kinderfilm am Nachmittag und einem für Erwachsene am Abend. Die Idee lief auch gut an. So kamen rund 50 Männer und Frauen zum ersten Filmabend, auch mehr als 60 waren es mal. Doch plötzlich sanken die Besucherzahlen rapide. Im Februar 2009 kam gar keiner. Auch die Vorführungen für Kinder wurden im Lauf der Zeit immer schlechter nachgefragt. So konnte das Projekt nicht finanziert werden. Etwa 40 Besucher im Monat hätte es benötigt, um die Ausgaben wieder reinzubekommen. Nicht selten mussten die Initiatoren zubuttern. Und das, obwohl nicht einmal eine Saalmiete anfiel.

Seit 2012 gibt es nun das Kino im Kultursalon. Zum Anfang nur sporadisch, wird seit über vier Jahren jeden Monat einmal zum Filmabend in die Räume am Pferdemarkt eingeladen. Quartalsweise erscheint dazu ein Flyer mit einer Auflage von 5000 Stück, erzählt Katja Voß vom Verein Pferdemarktquartier. Finanziert wird der Druck durch Werbeeinnahmen. Gerade ist der neueste Flyer fürs zweite Quartal 2019 erschienen.

Und auch mit der Resonanz sind die Organisatoren vom Bützower Verein zufrieden. „Wir haben im Schnitt 22 Besucher“, sagt Katja Voß. Damit ist der kleine Kultursalon immer gut gefüllt. Aufgrund der guten Konditionen, die sie mit dem Filmverband ausgehandelt haben, der für die Filmvorführungen sorgt, sind die Filmabende kostendeckend. „Wir haben keinen Festbetrag, sondern wir reichen einen prozentualen Anteil an den Einnahmen weiter“, erklärt Voß.

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