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Qualitz : Chilenin mit Herz für Mecklenburg

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Seit drei Jahren lebt Maria Teresa Brieba Wielandt mit ihrer Familie in Qualitz

Maria Teresa Brieba Wielandt ist in Chile geboren, hat einen niederländischen Großvater und lebt seit 1992 in Deutschland. „In mir fließt eben ganz verschiedenes Blut“, sagt sie mit einem Schmunzeln. Heimisch geworden ist sie nach vielen Jahren im Ruhrpott nun seit 2013 im beschaulichen Qualitz.

„Mein Mann, unsere drei Töchter und ich haben immer sehr gern Urlaub an der Ostseeküste gemacht. Irgendwann haben wir dann die Sachen gepackt und in Qualitz ein Haus gebaut“, sagt Maria Teresa Brieba Wielandt. Für die gebürtige Chilenin, die lange in Santiago de Chile lebte und später der Liebe wegen nach Dortmund zog, war das Wurzelnschlagen im 250-Seelen-Ort schon ein kleiner Kulturschock. „Mit der Eingewöhnung hat es schon ein wenig gedauert. Wir sind hier im Dorf aber sehr gut aufgenommen worden“, sagt sie. Heute arbeitet sie an drei Tagen in der Woche als Spanischlehrerin und gibt Volkshochschulkurse in Wismar und Grevesmühlen. Die restliche Zeit verbringt Maria Teresa Brieba Wielandt häufig mit Handarbeiten.

„Das Stricken und Nähen habe ich damals von meiner Mutter und meiner Oma gelernt“, sagt die Mutter dreier Kinder. Wenn die Tage kurz und die Abende oft grau und dunkel werden, verbringt die Chilenin auch in Qualitz oft Stunden an ihrer Nähmaschine. Spezialisiert hat sie sich dabei vor allem auf Kuscheltiere, Spielzeug und Accessoires für Kinder. Die meisten Teile sind Geschenke und Mitbringsel für Kinder, manchmal zeigt sie ihre Kunst aber auch auf regionalen Märkten wie kürzlich auf dem Apfelfest in Hermannshagen. „Ich finde, selbstgemachtes Spielzeug fördert die Kreativität viel mehr als etwa Computerspiele oder TV-Sendungen“, sagt Maria Teresa Brieba Wielandt. Ganz spezielle Wünsche haben dabei Freunde aus ihrer ehemaligen Heimat Dortmund. „Dort müssen Stulpen, Schlüsselanhänger oder Kuscheltiere stets in schwarz-gelb gehalten sein“, sagt die Chilenin.

In Zukunft träumt die Qualitzerin von einem eigenen Raum für ihre Näharbeiten. Bis es so weit ist, wird es aber wohl noch einige Zeit dauern. „Das geht erst, wenn die Mädels aus dem Haus sind“, sagt sie.

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erstellt am 28.Okt.2016 | 05:00 Uhr

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