Pflege : Chefsessel ist neu besetzt

Madlen Klaiber ist seit dem 1. Juli die neue Chefin der Diakoniestation in Schwaan und hat sich an ihrem neuen Arbeitsplatz eingelebt. In den ersten Monaten machte sie sich bereits mit den Strukturen der Einrichtung vertraut.
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Madlen Klaiber ist seit dem 1. Juli die neue Chefin der Diakoniestation in Schwaan und hat sich an ihrem neuen Arbeitsplatz eingelebt. In den ersten Monaten machte sie sich bereits mit den Strukturen der Einrichtung vertraut.

Madlene Klaiber leitet nun die Diakonie in Schwaan / Sie stellt sich und die Arbeit in der Sozialstation sowie der Tagespflege vor

svz.de von
15. September 2017, 05:00 Uhr

Die Diakonie erleichtert mit ihren 50 Einrichtungen und rund 1000 Mitarbeitern die Leben vieler Menschen in der Region. Daran ist auch Madlen Klaiber maßgeblich beteiligt. Sie ist seit kurzem die neue Chefin der Sozialstation und Tagespflegeeinrichtung der Diakonie in Schwaan. Zuvor absolvierte sie eine Ausbildung bei der Diakonie und war ein Jahr lang stellvertretende Pflegedienstleiterin.  „Ich wollte mich einer neuen Herausforderung stellen“, erklärt die Chefin und resümiert auch ihre ersten Monate: „Zuerst musste ich mich einarbeiten. Ich habe Mitarbeiter, Patienten und die Strukturen kennengelernt und mich gut eingefunden.“

Momentan verfügt die Einrichtung in Schwaan über 28 Mitarbeiter und circa 130 Patienten in der Tages- und Intensivpflege. Noch möchte Madlen Klaiber die bestehenden Verfahren und Strukturen nur wenig verändern, doch ihr Ziel ist auch, dass die Station immer weiter wächst. „Dabei ist mir eine gute Zusammenarbeit mit der Tagespflege besonders wichtig“, erwähnt die Diakonieleiterin. „Unsere Patienten sollen die Möglichkeit haben, so lange wie möglich zu Hause bleiben zu können. Trotzdem wollen wir durch unsere Tagespflege die Angehörigen entlasten.“

Die einzige Schwierigkeit ist nach wie vor der Fachkräftemangel, der sich auch auf den Arbeitsalltag in der Diakonie auswirkt. „Es ist sehr schwierig, gute Bewerber für die Ausbildungsberufe im Pflegebereich zu bekommen“, erklärt Madlen Klaiber.

In der Diakonie stehen besonders die Interessen der Patienten im Vordergrund. So gibt es ein vielfältiges Angebot an Beschäftigungen, denen die Pflegebedürftigen in Gruppen nachgehen können – darunter fallen beispielsweise Backen, Basteln oder auch Themennachmittage und Männerabende. „Gerne greifen wir die Interessen unserer Patienten auf und stellen sie auch in passenden Gruppen zusammen. Jedoch wird bei allem das individuelle Krankheitsbild der Patienten mit einbezogen“, so Madlen Klaiber.

Darüber hinaus engagiert sich die Diakonie auch in vielen anderen Bereichen, die auf den ersten Blick den meisten verborgen bleiben. „Vielen fällt gar nicht auf, was die Diakonie alles macht. Oft denken die Leute nur an die Kranken- und Tagespflege, doch wir sorgen auch für den Fahrdienst, das Essen auf Rädern und die Betreuung“, zählen Madlen Klaiber und Fahrdienstleiter Norbert Soggeberg auf. Die Betreuung erstreckt sich zudem über eine breite Kundengruppe, so zum Beispiel auch insulinpflichtige Kinder. Weiterhin sorgt die Diakonie Service Gesellschaft neben der Gebäudereinigung, Haushaltshilfe und anderen Dienstleistungen auch dafür, dass Menschen mit Behinderung Arbeit finden und sich ihre Möglichkeiten erweitern. In den CAP-Märkten in Rostock, Güstrow und Neubrandenburg sind Menschen mit Handicap das Herzstück der Lebensmittelläden. Sie arbeiten Seite an Seite mit Mitarbeitern ohne Handicap. Ein weiteres Beispiel sind auch die hauseigenen Drogeriemärkte in Güstrow und Rostock. In diesen sowie in allen CAP-Märkten ist ein Anteil von mindestens 40 Prozent an Mitarbeitern mit Behinderung vorgesehen. Um dies alles zu finanzieren, ist die Diakonie Güstrow und ihre Tochtergesellschaft Integra Güstrow GmbH, die die Märkte betreibt, auf Spenden angewiesen und freut sich über jede Unterstützung.

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