Schwaan : Campus-Bau zwei Monate in Verzug

Bürgermeister der Stadt Schwaan will das Projekt zum Schuljahr 2020/21 fertig haben

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12. März 2019, 06:58 Uhr

Die Bodenplatte des Campus-Baus liegt, aber wegen der Temperaturen unter fünf Grad Celsius kann die Rohbau-Firma zurzeit nicht arbeiten. Das gefällt der Stadtverwaltung zwar gar nicht, und sie prüft, ob das rechtlich sauber ist. Bürgermeister Mathias Schauer gibt andererseits zu, dass derzeit dauerhaft keine fünf Grad herrschen.

Das „Campus der Generationen“ soll ein Zentrum werden, das die Schulmensa, Bücherei sowie Jugend- und Seniorenangebote unter einem Dach vereint.

Die Firma argumentiert, der Auftrag sei statt einer Sommer-Baustelle ein Winter-Baustelle geworden. Eigentlich hatte das Unternehmen im April statt im Juni 2018 anfangen sollen. Die Folge: Ob der geplante Einweihungs-Termin im Mai 2020 eingehalten werden kann, ist fraglich. Denn „inwieweit noch berechtigte Schlechtwettertage hinzukommen, bleibt nur zu vermute“, heißt es im dritten Statusbericht der Deutschen Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft. Diese ist Sanierungsträger für den Bauherrn, die Stadt Schwaan.

Die Stadtvertretung hatte beschlossen, dass alle Gewerke ausgeschrieben werden, um einen Überblick über die Kosten zu erhalten. Die Verwaltung geht weiterhin davon aus, dass das Vorhaben insgesamt knapp 4,6 Millionen Euro kosten wird. Davon sollen 2,9 Millionen Euro Fördergeld sein, die Stadt ist zahlt etwas mehr als eine Million Euro. Der aktuelle Fehlbetrag liegt bei rund 650 000 Euro.

„Jetzt sind wir an die Fristen gebunden“, so Schauer. Soll heißen: Aus den acht Wochen Verzug könnte noch mehr werden, wenn die nachfolgenden Gewerke bereits Aufträge für die Zeit haben, in der sie dann in Schwaan gebraucht würden. Wenn die Firmen zu einem späteren Zeitpunkt antreten sollen, kann das auch zu Verteuerungen führen. „Allerhöchste Messlatte ist September 2020, wenn das Schuljahr 2020/21 beginnt“, sagt Mathias Schauer zur Fertigstellung. Das sei aber alles hypothetisch und „nicht extrem bedrohlich“. Bisher sind nur Abbruch, Dacharbeiten am bestehenden Gebäude erledigt. Beim erweiterten Rohbau hakt es bereits. Es gibt noch 27 weitere Lose, von Zimmerer-Arbeiten bis zu Bühne und Ausstattung.

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