BAd Doberan : Buntes Treiben in alten Mauern

Keramikmeister Rainer Fink aus Bernitt ist beim 7. Klostermarkt wieder mit von der Partie.
Foto:
Keramikmeister Rainer Fink aus Bernitt ist beim 7. Klostermarkt wieder mit von der Partie.

7. Klostermarkt im ehemaligen Zisterzienserkloster Bad Doberan verspricht wieder ein umfassendes Angebot für Jung und Alt

svz.de von
30. Mai 2017, 05:00 Uhr

Innerhalb der altehrwürdigen Doberaner Klostermauer findet am 10. und 11. Juni der 7. Klostermarkt zur Kirchweih des Doberaner Münsters statt. Es sorgen wieder Aussteller an mehr als 50 Ständen für ein Stelldichein.

In großer Vielfalt gibt es Handwerklich-Künstlerisches zu entdecken, aber auch Kräuter und Stauden werden angeboten. Zum Stöbern und Kaufen oder einfach nur zum Fachsimpeln und Wohlfühlen bietet sich mannigfaltige Gelegenheit. Die Aussteller sind allermeist auch Hersteller ihrer Waren und geben gerne Auskunft. „Alte Hasen“ stellen gerne wieder aus – neue Aussteller sind aufmerksam geworden. „Stellvertretend seien die Bürstenmanufaktur aus Dresden und der Buchbinder und Grafiker Henry Günther aus Gelbensande genannt“, teil Sabine Schulze, 2.Vorsitzende des Vereins der Freunde und Förderer des Klosters Doberan mit.


„Bunte Höfe“ aus Bandow mit dabei


Der Klosterverein Bad Doberan ist für das umfangreiche Programm verantwortlich und räumt Ausstellern einen besonderen Stellenwert ein, die in Gemeinschaften tätig sind und neue Ideen oder sogar alternative Lebensentwürfe umsetzen. Beispielsweise werden im SOS- Dorf Grimmen Hohenwieden hochwertige Möbel hergestellt. Das Solawi-Projekt (Solidarische Landwirtschaft) von „Bunte Höfe“ aus Bandow probiert einen neuen Ansatz in der Zusammenarbeit von Produzenten und Kundschaft im Bereich Landwirtschaft. Impulse setzen hier ebenso Vereine und Interessengemeinschaften wie der Spinnkreis Retschow oder die Jugendwerkstatt der Spielkartenfabrik Stralsund mit ihren Vorführ- und Mitmachangeboten.

Selbermachen und Ausprobieren ist an vielen Ständen möglich und soll keineswegs nur Kinder ansprechen. Papierschöpfen, Schnitzen, Töpfern, Nistkästen bauen oder Lehmziegel formen und gestalten sind einige Aktivitäten. Für erwachsene Besucher führt der Braumeister Heinen aus Aschaffenburg an beiden Tagen Brauseminare durch. Dafür sind jedoch Voranmeldungen nötig. (siehe Textende).

Ausprobieren kann man auch Gegrilltes und Überbackenes, Bio-Imbiss und Crepes – zur Nachspeise Bauernhofeis oder einen Cappuccino an Mirtes Kaffeerad. Puppentheater vom Tandera-Theater oder die Märchen und Geschichten von Octavia Kliemt in der Jurte bereichern das Programm und sorgen für eher ruhige und besinnliche Momente. Musik an beiden Tagen offeriert die Gruppe „KoggenFolk“ aus Stralsund, auch angeleitete Tänze sollen probiert werden.


Überschüsse für das neue Dach


Ganz konkret im Blick ist das Vereinsprojekt „Neues Dach für Neues Leben“. Alle Überschüsse aus dem Klostermarkt unterstützen das Vorhaben der Stadt, das Wirtschaftsgebäude mit einem neuen Dach zu versehen. In bewährter Weise haben sich auch in diesem Jahr sowohl die Stadt Bad Doberan als auch Münster, Kirchgemeinde und Kornhaus an der Vorbereitung des Marktes beteiligt. Zwischen Münster und Klostermarkt werden gegenseitig Eintrittsermäßigungen gewährt. Kinder bis 14 Jahre haben freien Zutritt.

„Wer den Klostermarkt besucht, sollte es nicht versäumen, den von Vereinsmitgliedern gepflegten Klostergarten am Kornhaus zu besuchen“, so Sabine Schulze.

An beiden Markttagen werden von 12 bis 15 Uhr fachkundig Auskünfte zum Kräutergarten und seiner Bepflanzung gegeben. Am Sonntag (14 und 15.30 Uhr) werden vom Artemisia Natur- und Kräuterverein Bad Doberan Wildkräuterwanderungen mit jeweils bis zu 14 Personen im gesamten Klostergelände angeboten.

Ein Abstecher in den Südflügel des Wirtschaftsgebäudes, der alten Backhausmühle, überrascht mit mehreren Ausstellungen zu den „Klosterstätten in Mecklenburg-Vorpommern“ und zum „Leben, Glauben und Wirken der Zisterzienser“.

Die Mühlengruppe des Doberaner Klostervereins bietet Führungen durch die Backhausmühle zu der 2016 rekonstruierten Schrotmühle mit kleiner Stromerzeugungsanlage an und informiert über die weitere geplante Nutzung des mittelalterlichen Gebäudes.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen