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Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 11:47 Uhr

Bützow : Büwo hat anspruchsvolle Baupläne

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Aufsichtsrat bestätigt Wirtschaftsplan für 2017 / Städtisches Unternehmen saniert und modernisiert Wohnungsbestand

von
erstellt am 02.Jan.2017 | 21:00 Uhr

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Das gilt auch für 2017er-Pläne der Bützower Wohnungsgesellschaft (Büwo). Kurz vor Jahresfrist hat der Aufsichtsrat des Unternehmens, eine 100-prozentige Tochter der Stadt, den Wirtschaftsplan für die kommenden zwölf Monate abgesegnet. Und der ist ambitioniert.

Das Papier umfasst nicht nur eine detaillierte Aufstellung der Vorhaben für das Jahr 2017, sondern zugleich eine mittelfristige Planung für die kommenden vier Jahre, erklärt Monika Gräning. „Der Wirtschaftsplan 2017 umfasst ein Investitionsvolumen von rund 2,28 Millionen Euro“, sagt die Geschäftsführerin. Allein für die Sanierung von leerstehenden Wohnungen sowie für laufende Instandhaltungsmaßnahmen an den mehr als 1100 Wohnungen sind 350 000 Euro eingeplant.

Erneut in Angriff genommen werden soll die Sanierung der Fassade an einem Wohnblock in der Niendorfer Chaussee, und zwar den Hausnummern 28 bis 30. Dort sollen auch Balkone angebaut werden. „Diese Arbeiten waren schon 2016 geplant. Jedoch war der Planansatz nicht ausreichend“, sagt Monika Gräning. Die Kosten im Bau seien enorm angezogen, deshalb hätte sie die Arbeiten auf dieses Jahr verschoben. Rund 250 000 Euro sind jetzt für diese Maßnahme eingeplant. Das gleiche treffe für die Bahnhofstraße 42/44 in Bützow zu. Auch dort sollten bereits im Vorjahr Balkone installiert werden. Eine Aufgabe im Wertumfang von rund 210 000 Euro, die jetzt ebenfalls in 2017 umgesetzt werden soll.

Den Wohnungsbestand den Anforderungen des Marktes auch immer besser gerecht werden und anpassen, ist eine ständige Aufgabe von Wohnungsunternehmen. Dabei spielt sowohl die demographische Entwicklung einer älter werdenden Gesellschaft eine Rolle, als auch der Anspruch an einen höheren Wohnkomfort in allen Altersgruppen. Deshalb plant die Büwo in diesem Jahr in drei Wohnblocks in Bützow Aufzüge einzubauen. Dabei werde zunächst der Treppenaufgang verlegt, anschließend der Aufzug eingebaut, so die Büwo-Chefin. Damit sei gewährleistet, dass die Mieter in jeder Bauphase Zugang zu ihren Wohnungen haben. Rund eine halbe Million Euro sind dafür vorgesehen.

Vorantreiben will Gräning aber auch ein Vorhaben, das sie bereits im zurückliegenden Jahr angeschoben hat. Die Büwo bewarb sich bei einer öffentlichen Ausschreibung um zwei Grundstücke in der Bützower Innenstadt und erhielt den Zuschlag. Nun sollen in der Jungfern- und in der Gödenstraße Gebäude mit familienfreundlichen Wohnungen entstehen (SVZ berichtete). Noch im Januar sollen die Bauplanungen beginnen und auch der Baustart ist noch ganz fest in diesem Jahr eingeplant.

Doch es gehe nicht nur um kurzfristige Aufgaben. Der Wohnungsbestand ist in die Jahre gekommen. „Wir müssen die Ver- und Entsorgungsleitungen Block für Block erneuern. Bei zehn Wohnblocks mit bis zu 40 Wohneinheiten will das langfristig und akribisch vorbereitet werden“, sagt Gräning. Allein dafür seien je Wohnblock Kosten in Höhe von 270 000 Euro einzuplanen.

Schließlich werde das Unternehmen weitere Wohnungen im Sanierungsgebiet von der Stadt übernehmen. „Damit sichern wir, dass Bützow die vom Gesetzgeber vorgeschriebene Privatisierungsverpflichtung realisieren kann“, sagt die Geschäftsführerin.

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