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Bützower Zeitung

21. August 2017 | 17:38 Uhr

Bützow : Büwo baut eine Musterwohnung

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Bützower Wohnungsgesellschaft schreibt schwarze Zahlen. Mieter wünschen sich allerdings Balkone und Fahrstühle. Musterwohnung ist in Planung.

Die Bützower Wohnungsgesellschaft (Büwo) erwirtschaftete im Vorjahr einen Jahresüberschuss von knapp 482 000 Euro. Der Aufsichtsrat hat in dieser Woche den Bericht der Wirtschaftsprüfer und auch die Vorhaben für dieses Jahr bestätigt. Geschäftsführerin Monika Gräning blickt zufrieden auf das Jahr 2015.

„Im Jahr zuvor konnten wir bereits die letzten Altschulden tilgen, haben schwarze Zahlen geschrieben“, erklärt Gräning. Diese Entwicklung konnte nun fortgesetzt werden. Zur guten wirtschaftlichen Entwicklung gehört unter anderem, dass rund eine Millionen Euro Kredite zurückgezahlt wurden. Die Verbindlichkeiten liegen jetzt bei knapp 15 Millionen Euro.

Neben den Kreditabbau geht es vor allem um den Erhalt und die Verbesserung des Wohnungsbestandes. „Wir haben allein 275 000 Euro in die Sanierung von 25 leer stehenden Wohnungen investiert“, erklärt die Geschäftsführerin. Das sind rund 11 000 Euro je Wohnung. „Vor zwei Jahren waren es noch 8700 Euro je Wohnung“, erklärt Gräning und macht damit deutlich, dass die Anstrengungen verstärkt werden müssen. Vor allem geht es darum, vorhandene Wohnungen in den Plattenbausiedlungen den neuen Anforderungen anzupassen. „Die Bäder sind zum Beispiel sehr klein. Wir versuchen dann die Grundrisse zu verändern“, so Monika Gräning. Dabei hat die Büwo die Erfahrung gemacht, dass sich viele künftige Mieter nicht vorstellen können, wie eine Wohnung nach so einem Umbau aussieht. „Deshalb wollen wir im Wohnblock Leninring 17 jetzt eine Musterwohnung schaffen“, erzählt die Büwo-Chefin. Ein Weg, um Neuvermietungen zu sichern. Im Vorjahr konnte der Bestand an leer stehenden Wohnungen von 102 auf 76 verringert werden. „Zum großen Teil ist das natürlich darauf zurückzuführen, dass der Landkreis Wohnungen für Asylbewerber angemietet hat“, so Gräning und weiter: Es sei schwierig, die Leerstandsquote auf niedrigem Niveau zu halten. Umso wichtiger sei es, den aktuellen Wohnungsbestand den Wünschen der Bewohner anzupassen.

„Wir wollen deshalb in der Bahnhofstraße 42-44 in Bützow und in der Niendorfer Chaussee 28-30 in Schwaan Balkone anbauen“, erklärt Gräning. Investiert wird auch in den Wohnblock Kühlungsborner Straße 6 bis 8 Bützow. Dort wird das Dach erneuert und die Fassade saniert. Erste Überlegungen gibt es auch zum Einbau von Fahrstühlen. „Da stehen wir aber noch am Anfang. Es ist noch kein konkretes Projekt vorgesehen“, sagt die Büwo-Chefin.

Fest steht auf jeden Fall, dass die Bützower Wohnungsgesellschaft weitere leer stehende, sanierungsbedürftige Wohnungen im Sanierungsgebiet kaufen und dann herrichten möchte. „Wir haben damit in den zurückliegenden Jahren gute Erfahrungen gemacht und konnten sie sehr gut vermieten“, sieht die Büwo-Chefin darin auch einen Beitrag, die Innenstadt weiter zu verschönern und weiter aufzuwerten. Insgesamt belaufen sich 2016 die Kosten für Investitionen, Instandsetzungen und Modernisierungen auf knapp 1,7 Millionen Euro.

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erstellt am 07.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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