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Bützower Zeitung

19. November 2017 | 04:25 Uhr

bützow : Bützows Postboten im Stress

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Viel zu tun im Verteilzentrum: Das nahende Weihnachtsfest sorgt für die doppelte Menge an Paketen

svz.de von
erstellt am 18.Dez.2015 | 18:36 Uhr

Der große, gelbe Lkw ist kaum angekommen, da bricht im Verteilzentrum Bützow der Deutschen Post schon reger Arbeitseifer aus. Dutzende Wagen voller Pakete müssen von den Postboten ausgeräumt und sortiert werden. Jeder von ihnen ist für einen von insgesamt 17 Zustellbezirken verantwortlich, die sich über die gesamte Bützower Region bis nach Schwaan erstrecken. Im Verteilzentrum müssen die Zusteller die Pakete aber erst noch sortieren. Gerade jetzt heißt das für die Männer und Frauen besonders viel Arbeit.

So kurz vor Weihnachten muss die Post eine regelrechte Flut an Paketen zustellen. „Wir haben gerade fast die doppelte Menge als normal zu bewältigen“, sagt Pressesprecher Jens-Uwe Hogardt. Das liege vor allem am Boom des Internethandels. Generell gebe es jedes Jahre eine Steigerung um etwa zehn Prozent bei den Paketzustellungen, so Hogardt. Und an Weihnachten mache sich das besonders bemerkbar. „Bis jetzt hatten wir vor allem die Pakete aus den großen Versandhäusern. Nächste Woche steigt aber erfahrungsgemäß nochmal die Zahl der privaten, hübsch verzierten Geschenkpakete an“, sagt Jens-Uwe Hogardt.

Schon beim Sortieren in der Halle des Verteilzentrums ist nicht zu übersehen, dass die Kapazitäten ausgereizt sind. Überall stapeln sich die Pakete – einige so groß, dass sie nur zu zweit angehoben werden können.

Hat jeder alle Pakete für seine Route zusammen, müssen sie in die Postautos geladen werden. Mit voll bepackten Rollwagen geht es dann von der Halle des Verteilzentrums auf den anliegenden Parkplatz, wo die gelben Transporter schon auf die Zusteller warten. Auf dem Weg zu den Autos müsssen die Postboten besonders aufpassen, da von den mehr als menschenhohen Stapeln auf den Rollwagen so manches Paket herunterfallen kann. So muss auch Petra Ilgen, die bereits seit 1985 bei der Post arbeitet, öfter anhalten, um die Ladung zu justieren. In der Weihnachtszeit sei zwar schon immer viel zu tun gewesen, aber durch die großen Online-Versandhäuser werde es von Jahr zu Jahr mehr, so Petra Ilgen.

Die zeitlichen Abläufe bei der Zustellung ändern sich durch die Paketeflut aber nicht. „Wir müssen jetzt einfach schneller sein und gegebenenfalls auch auf Pausen verzichten“, sagt Zustellerin Liane Warning. Um die Postboten zu entlasten, stellt die Deutsche Post für das Weihnachtsgeschäft auch zusätzliche Kräfte ein. Deutschlandweit seien es etwa 10 000, sagt Jens-Uwe Hogardt. Die Planung für diese Zeit beginne schon im Sommer, die Hilfszusteller müssten schon früh eingearbeitet werden.

Beim Beladen ihrer Transporters gehen die Postboten systematisch vor. So ordnet Petra Ilgen genauso wie ihre Kollegen die vielen Pakete, die sie auf ihrer Tour in der Gegend rund um Warnow zustellen muss, nach den einzelnen Stopps. „Dadurch muss später nicht viel gesucht werden“, erklärt sie.

Auch in den kommenden Tagen wird der Stress im Bützower Verteilzentrum nicht abnehmen. Damit alle Sendungen pünktlich ankommen, fahren die Zusteller noch bis einschließlich Heiligabend ihre Touren.

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