Wolfgang Severin-Iben : Bützows künstlerisches Urgestein

Wolfgang Severin-Iben ist Ur-Bützower. Der Schriftsteller und Maler ist in regelmäßigen Abständen mit seinen Werken in Bützow und Umgebung präsent.
Wolfgang Severin-Iben ist Ur-Bützower. Der Schriftsteller und Maler ist in regelmäßigen Abständen mit seinen Werken in Bützow und Umgebung präsent.

Im Wochenend-Interview spricht Wolfgang Severin-Iben über Erinnerungen und Wünsche

von
08. Januar 2016, 15:24 Uhr

Wolfgang Severin-Iben ist Ur-Bützower und präsent in der Warnowstadt. Jährlich verschlägt es ihn mit seinen eigenen Texten zum Vorlesetag in die Regionalschule. Das Malen ist neben dem Schreiben seine zweite große Leidenschaft. Seine Werke sind regelmäßig in Bützow und Umgebung ausgestellt, wie zuletzt im Hartfils Hof in Bützow mit der Sonderausstellung „Bützow – Die Spur des Tornados“. SVZ-Volontärin Nicole Groth stellte ihm die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
In der Mal-Bude vor der Staffelei oder mit dem Skizzenbuch in der Landschaft.

Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Den vergammelten Lenin-Gedenkstein am Lenin-Ring entfernen. Wozu soll der gut sein? Da könnte man ja glatt die Gartenstraße wieder zur Stalin-Straße machen.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
In der Mittagszeit am alten Hafen beim Eulen-, Schwäne- und Möwenfüttern.

Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Beim Altpapier- und Flaschenabnehmer am Rühner Tor.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Für Lesestoff (Mosaik und Abenteuerhefte) bei Fräulein Laupe in der WilhelmPieck-Straße.

Was würden Sie gerne können?
Klavierspielen: Die Musik entführt dich in Sphären, wie kaum ein anderes Medium es vermag.

Was stört Sie an anderen?
Feigheit, Selbsterhöhung aus genau kalkulierten Mitteln der Lüge und Heuchelei.

Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Das herzhafte Lachen ist mir bereits vergangen.

Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
In der Silvesternacht zu viel getrunken.

Wer ist Ihr persönlicher Held?
Helden, da kenne ich keinen.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Zum ditten Mal den tragischen Ritter Don Quijote de la Mancha von Miguel de Cervantes Saavedra. Ein Lebensbild, welches zeigt, wie es einem ergehen kann, wenn man versucht ist, sich der Realität zu entziehen.

Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
Kultur-Journal auf 3Sat.

Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Beim Fußballspiel.

Wen würden Sie gerne mal treffen?
Ich bin mit Begegnungen und Freundschaften so reich beschenkt worden, da benötige ich keine Vorstellungen von Wünschen.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich koche nicht. Bei mir gibt’s was aus der Dose oder der Packung. An den Wochenenden ein kräftiges Mahl bei Schwester und Schwager.

Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
Das Ännchen von Tharau (Ostpreußen-Hymne). Ich bin mit Freunden vor Jahren durch das alte Masuren gewandert. Sie haben ihre Wurzeln dort. Wir haben häufig und mit Inbrunst das Lied gesungen.

An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ein alter Indianerhäuptling aus Ton und ein buntes Tipi von meiner Tante Grete aus der 6. Wallstraße, gekauft bei Peter Hollien.

Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Mit der Transsibirischen am Baikal vorbei nach Wladiwostok, quer durch das geliebte Russland. Das aber wird nicht mehr passieren.

Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Malen, malen. Schreiben, schreiben. Freunde treffen.

Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Heinz Niebuhr, dem Dichterkollegen und Freund. Er ist jemand, der aus der Stille aus einem Füllhorn reicher Erfahrungen schöpft.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen