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Architekt Hartmut Böhnke gibt Diskussion neuen Zündstoff : Bützower sollen für Kreisel kämpfen

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Die Diskussion um die Straßenführung in der Rühner Straße ist beendet. Die Stadtverwalter haben eine Entscheidung getroffen. Ist damit schon alles gelaufen, wie es künftig rund um das Bützower Schloss aussehen wird?

svz.de von
erstellt am 21.Jan.2012 | 03:32 Uhr

Bützow | Die Diskussion um die Straßenführung in der Rühner Straße, in der Straße vor dem Rühner Tor und in der Schloßstraße ist beendet. Die Stadtvertreter haben nach langer Diskussion eine Entscheidung getroffen. Ist damit schon alles gelaufen, wie es künftig rund um das Bützower Schloss aussehen wird? Der Bützower Architekt Hartmut Böhnke sagt: Nein.

Es sei gut und richtig, dass es jetzt eine grundlegende Entscheidung gibt, die vom Straßenbauamt gefordert wurde, sagt Böhnke. Doch er will die Bützower ermutigen, an diesem Punkt nicht stehen zu bleiben. Es müssten weitere Überlegungen angestellt werden. Und er sieht dabei seine Ideen als eine Anregung und Ausgangspunkt für eine weiterführende Diskussion. Dabei greift er ein Thema auf, das in den zurückliegenden Wochen und Monaten auch schon andere geäußert hatten. Im Zuge des Neubaus der Brücke über den so genannten Aalfang sollte auch dort an der Kreuzung Forsthof/Wismarsche Straße - wie in der Möbelwerkskurve - ein Kreisel gebaut werden. Das Argument, das Straßenbauamt habe eine solche Variante schon abgelehnt, schiebt Böhnke beiseite. Hintergrund: Ein Kreisel wurde bisher immer mit der Begründung verneint, da es nicht gelungen sei, entsprechenden Grund und Boden vom Eigentümer des leer stehenden Hauses (in Bützow als "Villa Rosa" bekannt) zu erwerben. Deshalb habe man vor Jahren die Kreuzung so ausgebaut und Geld investiert.

Böhnke will das nicht gelten lassen. "Den Kreisel könnte man ganz einfach mehr in Richtung Rosengarten ziehen, dafür wäre die Straße Forsthof ein wenig zu verändern. An der Straßenführung gegenüber, vor der Villa Rosa, ändert sich gar nichts", argumentiert der Architekt. Der Rosengarten soll ohnehin neu gestaltet werden und hier kommt Böhnkes zweite Überlegung ins Spiel. Diese Chance sollte man nutzen, und den Bereich Rosengarten und Schlossparkplatz, auch wenn getrennt durch die Schloßstraße, als grünes Areal zu gestalten. "Parkplätze könnten, parallel zur Straße vor dem Rühner Tür angelegt werden", so Hartmut Böhnke. Auch an die Fußgänger und Radfahrer hat Böhnke gedacht. Die könnten die Straße wie bereits jetzt mit ein wenig Abstand zum Kreisel am Forsthof an einer Ampel überqueren. Böhnke glaubt fest daran, dass im Zuge der Detailplanung für die Straßen noch vieles machbar und umzusetzen sei. "Doch man muss da natürlich auch offensiv rangehen, nicht abwarten, was passiert und nicht alles gleich hinnehmen, wenn nein gesagt wird."

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