Volkstrauertag : Bützower gedenken Kriegsopfern

Am Gedenkstein in der Neuen Bahnhofstraße legten Stadtpräsident Mathias Wolschon (links) und Bürgermeister Christian Grüschow einen Kranz nieder. Zahlreiche Bützower waren zur Feierstunde in Gedenken an die Opfer der Weltkriege gekommen.
Am Gedenkstein in der Neuen Bahnhofstraße legten Stadtpräsident Mathias Wolschon (links) und Bürgermeister Christian Grüschow einen Kranz nieder. Zahlreiche Bützower waren zur Feierstunde in Gedenken an die Opfer der Weltkriege gekommen.

Feierstunde am Gedenkstein in der Neuen Bahnhofstraße

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13. November 2016, 21:00 Uhr

Anlässlich des Volkstrauertages sind am Sonntag zahlreiche Bützower am Gedenkstein in der Neuen Bahnhofstraße zusammengekommen, um der Toten und Vermissten der beiden großen Weltkriege zu gedenken. „Die Dimension des Zweiten Weltkriegs übersteigt jede Vorstellungskraft und verfolgt uns immer noch“, sagte Stephan Meyer (CDU), Dezernent für Inneres und Ordnung des Landkreises Rostock, in seiner Rede. In jeder Familie sei ein Stück dieser Geschichte zu finden.

Die Verbrechen des Zweiten Weltkrieges bezeichnete Meyer als „Tiefpunkt der menschlichen Zivilisation“, der anhand kollektiver Kollaboration breiter Gesellschaftsschichten erklärbar sei. „Die Aufarbeitung dieser Zeit wird noch lange dauern“, so Meyer.

Johanna Levetzow, Pastorin der evangelisch-lutherischen Gemeinde Bützow, zog in ihrer Rede eine Parallele zum aktuellen Weltgeschehen. Krieg hinterlasse Spuren, an Gebäuden in Städten und Dörfern genauso wie in Familien. Eine Spur ziehe sich auch heute durch Europa, von Menschen, die auf der Suche nach einem Ort sind, wo sie sicher sind. „Viele Menschen verfolgen aber auch die Spur der Versöhnung und setzen sich, auch in Bützow, für gewaltfreie Lösungen, gegen Waffenhandel und Fremdenhass ein“, so die Pastorin.

Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) und Stadtpräsident Mathias Wolschon legten zum Abschluss der Feierstunde einen Blumenkranz am Gedenkstein nieder. Der Volkstrauertag habe immer noch einen aktuellen Hintergrund, so Grüschow. „Deswegen ist es wichtig, sich einmal im Jahr hier zu treffen und sich gemeinsam daran zu erinnern.“

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