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„Wünsch dir was“ : Bützower Feuerwehr: Neue Feldbetten statt Jogginghosen

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Um den Kameraden der Feuerwehr Bützow mehr Schlafkomfort zu bieten, bewarb sich ihr Förderverein bei der Aktion „Wünsch dir was“

svz.de von
erstellt am 16.Feb.2017 | 07:00 Uhr

Abgeplatzter grauer Lack und eine durchgelegene Matte, die an manchen Stellen nur noch aus dünnem Geflecht besteht. Holger Gadinger schüttelt den Kopf. Darauf soll die Jugendwehr keine Nacht mehr verbringen müssen, sagt der Bützower Wehrführer und Vorstand des eigenen Feuerwehr-Fördervereins.

„Als mir unser Jugendwart Roger Triebs von der Wünsch dir was-Aktion erzählt hat, kam mir gleich der Gedanke, wofür wir uns einsetzten könnten: neue Feldbetten für die Feuerwehr“, sagt Gadinger. Der Jugendwart habe durch die Zeitung davon erfahren. „Da haben wir vom Förderverein uns natürlich Gedanken gemacht. Ich wollte 20 Feldbetten, aber zur Debatte standen auch 60 Jogginganzüge für die Kameraden.“ In einer gemeinsamen Sitzung haben sich die 22 Vereinsmitglieder dann auf die Feldbetten geeinigt. „Wir wollten ja auch nicht zu fordernd wirken“, so Gadinger. Außerdem seien die Feldbetten die bessere Wahl, da sie von vielen Kameraden benutzt werden können.

„Am ehesten sollen sie unserer Jugendwehr nützen. Die fährt in den Sommerferien regelmäßig zu einer einwöchigen Freizeit.“ Beim Zelten seien Feldbetten dann sehr wichtig. „Bisher mussten wir uns dann welche aus Güstrow borgen. Das bedeutet natürlich auch einen Mehraufwand für uns.“ Auf den eigenen Feldbetten könne man die Kinder nicht ins Sommerlager schicken. Zu wenige seien es und zu marode. „Unsere Feldbetten sind rund 17 Jahre alt und zum größten Teil zerschlissen und kaputt“, so Gadinger. Von den ehemals 20 Betten seien nur noch acht Stück übrig. „Und selbst davon sind die meisten dreckig und durchgelegen. Außerdem sind sie nicht mehr Stand der Dinge.“ Moderne Feldbetten seien ausklappbar und leicht zu transportieren. Die schweren Stangen-Feldbetten der Feuerwehr Bützow müsse man in einem Jutesack tragen und zusammenstecken. „Das bekommen die Kinder gar nicht alleine hin“, sagt Gadinger.

Die Feldbetten würden aber nicht ausschließlich von den Kindern benutzt werden. „Wir haben eine zehnköpfige Wettkampftruppe, die zum Beispiel jedes Jahr auf die Insel Poel bei Wismar fährt und dort bei einem Löschangriff-Wettkampf teilnimmt“, erklärt der Wehrführer. Auch dort kämen die Feldbetten zum Einsatz. „Außerdem fährt unsere Historiengruppe zu Oldtimertreffen alter Feuerwehrautos und übernachtet dort.“

Letztlich sieht Wehrführer Gadinger auch einen zusätzlichen Nutzen in den Feldbetten. „Für den Fall, dass mal etwas evakuiert werden muss, könnten wir sie ebenfalls benutzen.“

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