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Hilfstransport : Bützower bereiten Spendentour vor

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Der Freundeskreis Pinsk macht sich im Juni wieder nach Weißrussland auf

Die Freizeit nutzen, um anderen zu helfen – dieser Maxime haben sich die Mitglieder des Freundeskreises Pinsk verschrieben. Im Juni machen sich die Bützower wieder auf den Weg nach Weißrussland, um dort Bedürftigen ein bisschen mehr Lebensqualität zu verschaffen. Dafür hoffen die Ehrenamtlichen noch auf die eine oder andere Spende. „Am besten ist Kaffee. Der ist in Weißrussland nach wie vor noch so etwas wie ein stilles Zahlungsmittel“, sagt Udo-Michael Dinnebier, der den Hilfstransport, der vom DRK unterstützt wird, schon oft begleitete.

Anlaufstellen in Pinsk sind ein Heim für behinderte Kinder, ein Altenpflegeheim sowie die Sozialstation des Weißrussischen Roten Kreuzes. Für die Kinder haben sich die Bützower etwas Besonderes überlegt. „Wir wollen für sie ein Sommerfest veranstalten und ihnen dabei auch Geschenke übergeben“, so Dinnebier. Für die Aktion fehle jedoch noch ein Sponsor. „Wir rechnen damit, dass wir etwa 300 Euro brauchen, planen bei etwa 30 Kindern je ein Geschenk im Wert von 10 Euro ein“, schlüsselt Dinnebier auf. „Vielleicht findet sich ja jemand, der sich daran beteiligen möchte.“

Den Hilfstransport gibt es schon seit mehr als 20 Jahren. Während die Aktion früher noch vom Landkreis getragen wurde, läuft sie heute über das Engagement einer Handvoll Ehrenamtlicher. Das DRK unterstützt sie mit einem Fahrzeug. Für die Bützower – und auch die Menschen in Pinsk – ist der Besuch des Freundeskreises eine lieb gewonnene Tradition. „Wir kennen in der Stadt eigentlich alle. Und für die Leute dort ist unser Besuch quasi der Höhepunkt des Sommers“, sagt Udo-Michael Dinnebier.

Neben Kaffee nimmt der Trupp auch Güter mit, die für die medizinische und hygienische Versorgung essenziell sind. So werden an das Altenheim beispielsweise jedes Jahr auch Windeln übergeben. „Dort sind Stoffwindeln gängig. Das heißt, wenn wir Windeln mitbringen, müssen die Pfleger ein halbes Jahr keine waschen“, berichtet Dinnebier. Darüber hinaus gebe es für dieses Jahr auch noch die Anfrage nach einer Insulinpumpe. Equipment wie dieses sei in Weißrussland nicht so selbstverständlich zu bekommen wie hierzulande. „Die Verhältnisse dort sind extrem. Wer dort zum Arzt geht, muss die Medikamente noch mitbringen“, erzählt Dinnebier. Generell seien die Lebensbedingungen in dem osteuropäischen Land nicht mit denen in Deutschland vergleichbar. „Der weißrussische Rubel ist fast nichts wert, für viele ist es schwer, über die Runden zu kommen.“

Die Helfer würden sich über jede weitere Spende für Pinsk freuen, betont er. Sammelstelle ist beim DRK Bützow, Am Ausfall 53.

Ansprechparter: Udo-Michael Dinnebier ist unter 0171/3067459 erreichbar. Wer helfen möchte, kann sich außerdem an das DRK unter 038461/23 35 wenden.

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erstellt am 03.Mai.2016 | 05:00 Uhr

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