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Bützower Band scharf auf Tour durch die USA

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erstellt am 21.Mär.2012 | 09:26 Uhr

Bützow/Oettelin | "Danke" ist das Wort, mit dem auf Wunsch der fünf jungen Männer von SonuVab!tch dieser Artikel beginnen soll. "Denn Dankbarkeit ist das, was wir gegenüber unseren Fans, Freunden und Verwandten empfinden, die dafür gesorgt haben, dass wir nun hier sind", sagt Gitarrist Georg Salomon. Die Bützower Band hat es ins Finale des größten deutschen Schülerband-Wettbewerbes geschafft.

Im so genannten Regiofinal und anschließendem Onlinevoting setzten sich die Bitcher, wie sie genannt werden, gegen 1400 andere Bands durch. "SonuVab!tch ist seit zehn Jahren die erste Band Mecklenburg Vorpommerns, die sich gegen die Bands der großen Bundesländer Deutschlands durchsetzen konnte", erklärt Sänger Tobias Horstmann. Pure Freude und eine ganze Menge Stolz liegen in der Luft.

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Zwei Jahre lang haben SonuVab!tch auf dieses Ziel hingearbeitet. Die Bandhistorie ist relativ kurz. Im Jahr 2009 verschmilzt die Truppe aus zwei anderen Musikgruppen. Die erste Probe, damals noch mit anderem Schlagzeuger, findet im Herbst 2009 statt. Danach wurde viel geprobt, ein neuer Schlagzeuger kam hinzu und schließlich nimmt das Quintett im Frühling des folgenden Jahres ein Demotape mit drei Songs auf. Der erste offizielle Auftritt findet im Juni 2010 bei einer Geburtstagsfeier statt. "In Oettelin. Da, wo alles begann", erinnert sich Georg Salomon schmunzelnd. "Am Ende des Jahres bewarben wir uns dann das erste Mal bei Schooljam", so Lucas Bartels. Doch mussten sich SonuVab!tch damals noch der befreundeten Band "Ginger’s Cinnamon Gang" aus Rostock geschlagen geben. Im letzten Jahr spielen die Freunde so viele Auftritte wie möglich, um Geld für die Aufnahme des ersten Albums "Holiday Heart Syndrome" zu erarbeiten.

Dies führte sie auf Geburtstage, Bikertreffen, Abiparties, Jugendweihen und Autotreffen. "Wir haben uns wirklich den Hintern wund gespielt im letzten Jahr", sagt Johann Knoche, Gitarrist der Band, "uns wurden Autoscheiben eingeschlagen und Instrumente geklaut. Aber was tut man nicht alles für die Karriere", sagt er und grinst.

Besonders stolz sind die Fünf auf ihr "Heimspiel" in der Bützower Justizvollzugsanstalt und den Sieg beim Storch-Heinar Wettbewerb. Songs wie "Whatever You Say" oder "Skulletor" präsentierten die Bitcher bereits vor Hamburger, Rostocker sowie Münsteraner Publikum.

Nun geht es für sie zum bisher fernsten Spielort, ins 719 km entfernte Frankfurt am Main. Das Besondere: SonuVab!tch fahren zu sechst. "Eigens für den Contest haben wir einen Aushilfs-Keyboarder verpflichtet", scherzt Georg Salomon. Max Reinicke singt und spielt in dem Song "Courage" mit. Am 24. März stellen sich die Jungs von SonuVab!tch auf der Frankfurter Musikmesse ein letztes Mal einer 15-köpfigen Jury. Sieben weitere Bands kämpfen um den ersten Platz. Nicht alle haben sich mit den anderen Gruppen auseinandergesetzt, aber Georg Salomon stellt fest: "Wir unterscheiden uns musikalisch schon sehr vom Rest."

Im Finale geht es um alles oder nichts. Die Gewinner spielen auf einer Tour durch die USA, in China und England sowie auf den beiden deutschen Festivals "Hurricane" und "Southside". Der Wille zum Siegen ist da. "Mit den Erfahrungen, die wir bei unseren Auftritten gesammelt haben, wollen wir uns zum Sieg spielen", sagt Tobias Horstmann. Mit den Songs "Alive" und "Courage" wollen SonuVab!tch die Jury überzeugen. Nervös seien sie noch nicht. Die Betonung liegt auf "noch". Spannung und Vorfreude spiegeln sich in ihren Gesichtern.

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