Soab : Bützower Band rockt in China

Die Band Soab begeistert ihre Fans seit Jahren. Nun steht mit Auftritten in China ein nächstes großes Abenteuer an.
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Die Band Soab begeistert ihre Fans seit Jahren. Nun steht mit Auftritten in China ein nächstes großes Abenteuer an.

Die Bützower Band Soab tritt im Mai in China auf. Konzert am Sonnabend in Rostock, um Gelder für die Reise einzuspielen.

svz.de von
19. Dezember 2017, 20:55 Uhr

Es habe für Johann Knoche, Lennart Münchow, Georg Salomon, Tobias Horstmann und Lucas Bartels von der Band Soab erst wie ein Aprilscherz geklungen. Doch mittlerweile ist klar: Die Band, ein „Bützower Rock-Export“, wird nächstes Jahr im chinesischen Suzhou beim Midi Festival vor rund 20 000 Menschen und bei weiteren Konzerten in Fernost spielen. Die Band ist hin und weg. „Uns war erst nicht ganz klar, ob das alles so stimmig ist oder vielleicht nur ein großer Scherz“, sagt Georg Salomon, der ursprünglich aus Oettelin kommt. „Aber es hat sich als wahr herausgestellt.“

Während ihrer zweiten Tournee durch Russland im vergangenen Jahr lernte die Band jemanden kennen, der von Kontakten zu den Midi Festival-Organisatoren in China sprach und einen Kontakt herstellen wollte. Aus Höflichkeit hätten die Musiker zugestimmt, aber mit einer gehörigen Portion Skepsis. Mittlerweile steht die Band mit den Organisatoren in engem Kontakt und fünf Auftritte während der Tour in Fernost stehen fest, darunter in den Regionen Jiangsu und Shanghai. Fünf Auftritte in sieben Tagen stehen für die Fünf im Mai an.

Für die Band bedeutet das in erster Linie: ein großes Abenteuer. „Wir können das als kleine Band vom Land noch gar nicht so richtig einordnen“, sagt Sänger und Gitarrist Georg Salomon. In diesem Jahr war der größte Auftritt der bei der Hanse Sail in Rostock, nun steht ein Auftritt in China vor mehreren Tausend Menschen an. „Wir sind uns bewusst darüber, dass das eigentlich nicht der normale Weg ist. Aber wer weiß, vielleicht starten wir ja im Ausland durch.“ Zumindest sei der Festival-Organisator von Soabs Musik sehr angetan.

Unklar ist den Musikern auch, welche Konzertgewohnheiten die Chinesen haben. Aufregung, ja. Angst, nein. Denn auch wenn es schief geht, habe die Band nichts verloren. „Im schlimmsten Fall haben wir eine schöne Woche mit Freunden in China“, so Georg Salomon. Kurios: Ein Fan habe sich bereits nach den genauen Auftrittsorten und -zeiten erkundigt, da er ohnehin mal nach China wolle und das gern verknüpfen möchte.

Einen Haken hat die ganze Sache jedoch. Da Soab, vielen auch noch unter dem alten Namen „SonuVab!tch“ bekannt, in China nach Georg Salomons Angaben „keine Sau“ kennt, kann der Veranstalter nicht so viel Geld ausgeben, um das gesamte Team mitzunehmen. Die Band fährt auf jeden Fall, versichert der Oetteliner. Aber die Musiker wollen unbedingt ihren Tontechniker, Bühnentechniker und Kameramann mitnehmen. Aufgrund der Sprachbarrieren sei es sinnvoll, die eigenen Leute vor Ort zu haben, um alles richtig einzustellen. Und der Kameramann soll das ganze Erlebnis festhalten.

Um genügend Geld zusammenzubekommen, damit alle Acht nach China fliegen können, tritt Soab am Sonnabend in der Rostocker Location „Zwischenbau“ auf. „Wenn der Laden gerammelt voll ist, können wir den restlichen Betrag aus der Bandkasse stemmen und uns die Flüge buchen“, sagt Georg Salomon. Der Auftritt am Sonnabend (Einlass ab 20 Uhr) bildet den Tourabschluss für dieses Jahr und soll nun ganz im Zeichen der China-Reise stehen.

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