Umfangreiche Modernisierungsarbeiten beginnen im Juni 2011 : Bützow: Warnow-Klinik wird "operiert"

'Wir haben für die Warnow-Klinik gekämpft', erzählt Patientien Maria Köhler, als Sozialministerin Manuela Schwiesig an ihr Krankenbett tritt.
"Wir haben für die Warnow-Klinik gekämpft", erzählt Patientien Maria Köhler, als Sozialministerin Manuela Schwiesig an ihr Krankenbett tritt.

"Wir haben damals für das Krankenhaus gekämpft und unsere Unterschrift gegeben", erzählt Maria Köhler, als sie gestern am Krankenbett von Mecklenburg-Vorpommerns Sozialministerin Manuela Schwesig Besuch bekam.

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09. Dezember 2010, 09:40 Uhr

Bützow | "Wir haben damals für das Krankenhaus gekämpft und unsere Unterschrift gegeben", erzählt Maria Köhler, als sie gestern am Krankenbett von Schwerins Sozialministerin Manuela Schwesig Besuch bekam. Es sei schön, dass es die Warnow-Klinik gibt, ergänzt die Seniorin aus Bützow.

An die Demonstration auf dem Bützower Rathausplatz vor über zehn Jahren erinnert sich auch Dr. Methodi Jantschulev, ärztlicher Direktor der Warnow-Klinik. Er habe damals gerade in Bützow begonnen. Heute kann man sagen: "Das kämpfen hat sich gelohnt."

Von einer Schließung der Warnow-Klinik ist längst keine Rede mehr. Mehr noch: Ab kommendem Jahr wird kräftig investiert und umgebaut. Dafür übergab gestern Manuela Schwesig den Fördermittelbescheid an Klinik-Geschäftsführer Thomas Blum. "Dieses Stück Papier ist fünf Millionen Euro wert", erklärt die Ministerin im Konferenzraum der Klinik im Beisein von zahlreichen Mitarbeitern. Im Hintergrund an der Wand hängen die technischen Zeichnungen des ehrgeizigen Projektes.

Ab Juni kommenden Jahres sollen die Bauarbeiter anrücken, ohne das darunter die Arbeit im Haus am Patienten beeinflusst wird. Ein wichtiges Vorhaben. Alle Patientenzimmer erhalten eine eigene Sanitärzelle mit Dusche. Vorbei sein wird dann der Weg der Patienten über den Flur zur Gemeinschaftstoilette oder zur Dusche. Auch der Sanitärbereich hinter einem Vorhang verschwindet. "Dafür wird die Häuserfront hin zum Rühner Landweg um zwei Meter nach außen vergrößert", erklärt der Klinikchef. Auch an Aufenthaltsräumen fr Patienten werde gedacht. Zugleich werde Platz geschaffen, um die Arbeitsbedingungen für die derzeit 108 Mitarbeiter deutlich zu verbessern und damit auch die Effektivität zu erhöhen. Denn in den Schwesternzimmern werde teilweise auf engsten Raum gearbeitet, wie die Gäste bei einem Rundgang selbst sehen.

Eine wichtigste Botschaft: An der Bettenzahl von 73 wird nicht gerüttelt. Blum verzeichnet in diesem Jahr mit einer Auslastung von 82 Prozent eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr (80,8). "Dabei sank die Verweildauer der Patienten auf knapp sechs Tage (6,3)."

Die Zahl von rund 1100 Operationen verdeutlich zugleich das hohe Arbeitspensum von Ärzten und Schwestern. Auch da sollen sich die Bedingungen verbessern und weitere Behandlungsmethoden hinzukommen. Dafür wurde ein Anbau für den Innenbereich des Klinikgeländes auf dem Zeichenbrett entwickelt. Darin geplant: der künftige Eingangsbereich, die Aufnahme, die Notfall-Ambulanz und Diagnostik räume sowie ein perioperatives Zentrum für ambulante Operationen. "Mit dem Anbau optimieren wir auch Abläufe in unserem Haus", sagt Thomas Blum.

"Hier ist der Patient, den wir jetzt operieren", scherzte Dr. Methodi Jantschulev. Schwesig ergänzte: "Und wir geben dafür das Geld." Die Gesamtkosten belaufen sich auf 5,4 Millionen Euro, fünf Millionen übernimmt davon das Land. Mit dem Bauvorhaben werde das Krankenhaus auf einen zeitgemäßen Standard gebracht.

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