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SVZ-Sommertour : Bützow steckt in jeder Schokolade

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

SVZ-Sommertour führte gestern in die Dauermilchwerke im Vierburgweg / Erzeugnisse werden weltweit nachgefragt

svz.de von
erstellt am 29.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Einen seltenen Einblick in die Räume des größten privaten Arbeitgebers Bützows erhielten gestern SVZ-Leser. Denn die Sommertour machte gestern Halt bei den Dauermilchwerken im Vierburgweg. Für einige Leser war es sogar eine kleine Reise in die Vergangenheit.

Martin Riemer beispielsweise arbeitete früher jahrelang an dem gleichen Standort als Techniker. Ein solcher Einblick hinter die Kulissen sei sehr spannend. Auch Erika Hartwig war dort 24 Jahre lang bis Mitte der 1990er-Jahre tätig. „Es ist schön, das alles wieder zu sehen“, sagte sie. „Es hat sich viel verändert.“ Es freute sie auch zu hören, dass mittlerweile wieder 90 Menschen im Dauermilchwerk arbeiten.

Herbert Klingenberg hingegen war das erste Mal dort, hat dort auch nie gearbeitet. „Das war eine ganz tolle Führung“, lobte der Bützower. Er war erstaunt darüber, „welche Klimmzüge“ alle nötig seien, um die Lebensmittelsicherheit zu gewährleisten.

Davon konnten sich alle Leser am eigenen Leib überzeugen. Denn zur Führung durch die Anlagen gehörten auch Hygienemaßnahmen dazu. Alle Besucher mussten einen Kittel überwerfen, ein Haarnetz überziehen, Überschuhe anlegen und sich die Hände desinfizieren. Bartträger mussten zudem einen Gesichtsschutz anlegen. Der Aufwand lohnte sich jedoch, denn Markus Göllnitz, Abteilungsleiter Trocknung, führte durch die verschiedenen Räume und Anlagen, gab dabei viele interessante Fakten zur Produktion preis.

Vor und nach der Führung lud Werksleiter Gerold Harms zum Gespräch, stellte das Unternehmen vor und beantwortete fleißig die Fragen der Leser. Ein Beispiel für die Dimensionen, die im Vierburgweg erreicht werden: Jährlich werden 50 000 Tonnen Milchpulver ausgestoßen. Ob denn schwarze Zahlen geschrieben werden, wollte Martin Riemer wissen. „Was soll ich Ihnen sagen, natürlich“, antwortete Gerold Harms. Auch wenn die Marktsituation schwierig sei, so habe sich das Unternehmen gemausert.

Das erzeugte Milchpulver aus Bützow ist vom Markt nicht mehr wegzudenken. „In fast jedem Stück Schokolade, das Sie essen, finden Sie ein Stück Bützow wieder“, sagte der Werksleiter nicht ganz ohne Stolz. Erfreut konnte Harms auch berichten, dass mittlerweile wieder in neun Ausbildungsberufen ausgebildet werde. Der Großteil der Angestellten stamme aus Bützow und Umgebung, „da legen wir Wert drauf“. Die Kundschaft hingegen ist auf der ganzen Welt verteilt.

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