Investitionen : Bützow kauft Areal am Bahnhof

Geteilt: Während das Verladegleis weiterhin Eigentum der Deutschen Bahn bleibt, geht das Areal dahinter mit dem alten Lokschuppen in städtischen Besitz über. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.  Fotos: Ralf Badenschier
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Geteilt: Während das Verladegleis weiterhin Eigentum der Deutschen Bahn bleibt, geht das Areal dahinter mit dem alten Lokschuppen in städtischen Besitz über. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz. Fotos: Ralf Badenschier

Stadt möchte Fläche zwischen Bahnhofsgebäude und Güterschuppen zum ausbauen

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15. Dezember 2016, 05:00 Uhr

Das Areal am Bützower Bahnhof zwischen Bahnhofsgebäude und Güterschuppen soll zu einem Verkehrsknotenpunkt ausgebaut werden. Die Pläne gibt es schon lange. Doch nun kann die Stadt beginnen, diese umzusetzen. „Wir haben die Grundstücke erworben“, informiert Bützows Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos). Dafür hatte die Stadt im Haushalt 45 000 Euro eingeplant. Bekommen hat sie das Areal jetzt für 25 000 Euro. Der Kauf ist Voraussetzung, um die weiteren Planungen voranzutreiben. „Wir haben Fördermittelanträge gestellt, mit dem Ziel, Mitte des nächsten Jahres mit der Umsetzung der Pläne zu beginnen“, so der Verwaltungschef.

Der Ausbau des Areals zu einem zentralen Verkehrsknotenpunkt beinhaltet sowohl den öffentlichen Nahverkehr, aber auch die Einbindung des Individualverkehrs. Denn seit Jahren zeigt sich die gleiche Situation: Der befestigte Parkplatz für Berufspendler neben dem Bahnhofsgebäude ist in der Woche voll belegt. Viele Autofahrer nutzen deshalb bereits jetzt die daneben liegende unbefestigte Fläche. Das soll sich nun ändern. „Es wird ein weiterer Parkplatz mit rund 80 Stellplätzen entstehen“, erklärt Grüschow. Außerdem soll dann in diesem Bereich auch die Haltestelle für den öffentlichen Nahverkehr entstehen. Dieser Haltepunkt befindet sich gegenwärtig noch auf der anderen Seite des Bahnhofsgebäudes. Die Stadt hatte bereits gemeinsam mit der Omnibusverkehrsgesellschaft (OVG) eine Bestandsaufnahme aller Haltestellen im Stadtgebiet durchgeführt. Dabei war es auch um die Frage gegangen, welche Haltestellen ausgebaut, aber auch welche nicht so stark frequentiert werden. Dementsprechend war eine Prioritätenliste erstellt worden (SVZ berichtete).

Offen bleibt jedoch, was mit dem alten Güterschuppen passieren soll. Zunächst hatte die Stadt gehofft, die Gebäude abreißen zu können. Doch das mussten sie zu den Akten legen. Die Gebäude seien vom Denkmalschutz als schützenswerte Objekte eingestuft worden. „Die Substanz ist auch nicht so schlecht, wie es auf den ersten Blick aussieht“, sagt Christian Grüschow. Es seien verschiedene Optionen möglich. Eine gewerbliche Nutzung sei eine. Der Standort am Ortseingang sei so schlecht nicht. Aber auch eine Nutzung durch die Stadt sei möglich, so der Bürgermeister. Das seien aber Details, die in den kommenden Monaten geklärt werden müssen.

Insgesamt hatte die Stadt mit Investitionskosten von rund 500 000 Euro gerechnet. „Wir gehen von einer 75-prozentigen Förderung aus“, so Christian Grüschow. Deshalb waren im Doppelhaushalt 2016/17 auch 125 000 Euro für Planung und Umsetzung berücksichtigt worden.

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