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Bützower Zeitung

20. Oktober 2017 | 20:17 Uhr

Bützow: Flucht vor dem Gefängnis-Tor

vom

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erstellt am 03.Sep.2010 | 07:11 Uhr

Bützow | Ausnahmezustand in Bützow: Mit 20 Streifenwagen, Krädern, Hubschrauber und mehreren Fährtenhunden hat die Polizei seit gestern Vormittag in der Stadt einen Abschiebehäftling gesucht.

Ein Marokkaner flüchtete bei der Wiedereinlieferung unmittelbar vor den Toren des Gefängnisses aus einem Streifenwagen. Der 21-Jährige sitzt seit Juli wegen illegalen Aufenthaltes in der Justizvollzugsanstalt Bützow ein. In einer Verhandlung im Amtsgericht Güstrow war gestern über die Verlängerung seiner Abschiebehaft entschieden worden. Bei der Rückkehr zur JVA Bützow nutzte der hinten rechts im Wagen sitzende Mann den kurzen Stopp vor dem Tor der Haftanstalt, um aus dem mit zwei Beamten besetzten Polizeiwagen zu fliehen. "Es gelang ihm, ohne Handfesseln zu entkommen", so Volker Werner, Pressesprecher der Polizeidirektion Rostock.

Unmittelbar nach der Flucht wurden in der Stadt Straßen abgesperrt und Autos kontrolliert.

Der jetzt flüchtige Marokkaner war im Juli aus Skandinavien mit einer Fähre in Sassnitz eingereist und dort von der Bundespolizei inhaftiert worden. Durch das Amtsgericht Bergen wurde damals die Abschiebehaft verfügt.

Bei der Suche nach den Flüchtling nahm ein Fährtenhund die Spur des Flüchtigen auf. Mit Polizeieskorte verfolgte er die Spur entlang der Kühlungsborner Straße stadtauswärts. Um die Fährte des Hundes nicht zu stören, wurden Autos angehalten, es bildeten sich zeitweise Schlangen. Doch auch diese Suche war vergebens. Unterdessen fuhren zahlreiche Polizeiwagen die Straßen rund um Bützow ab. Mehrere Einsatzkräfte aus dem Land waren beteiligt.

Nach dem flüchtigen Marokkaner wird weiter fieberhaft gesucht. Er ist zur Fahndung ausgeschrieben.

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