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Büwo feiert am Freitag Richtfest in der Wollenweberstraße 9 : Bürogebäude nimmt Konturen an

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Die Rohbauarbeiten am Gebäude der Wollenweberstraße 9 in Bützow sind zum größten Teil abgeschlossen. Die Wohnungsgesellschaft (Büwo) baut das ehemalige Wohnhaus zu einem Bürogebäude um. Im März 2012 wollen sie einziehen.

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erstellt am 14.Dez.2011 | 10:28 Uhr

Bützow | Das Fachwerk ist wieder hergerichtet, die Büroräume im Erdgeschoss angelegt und das Dach neu eingedeckt - die Rohbauarbeiten am Gebäude Wollenweberstraße 9 sind zum größten Teil abgeschlossen. Die Bützower Wohnungsgesellschaft (Büwo ) baut das ehemalige Wohnhaus derzeit zu einem Bürogebäude um. Das Unternehmen möchte dort im März 2012 einziehen. "Am Freitag wird Richtfest gefeiert", sagt Brigitte Gräning, Geschäftsführerin der Büwo. Sie freut sich, dass die Arbeiten derzeit zügig voran gehen Gerade bringen Mitarbeiter eines Zimmereibetriebes die Dämmung an die Wände an, die Nordwand des Gebäudes wird damit in den nächsten Tagen fertig gestellt.

Lange Zeit sah es nicht nach solch einem reibungslosen Ablauf aus. Nachdem Ende Juni endlich die Baugenehmigung da war, setzten umgehend die Abrissarbeiten des linken Gebäudeteils ein. Doch schon im August stockten die Arbeiten: Wegen des vielen Regens konnte die Bodengründung nicht wie geplant fortgeführt werden. Schlimmer noch: Weil das Wasser für längere Zeit im Boden stand, ruhten die Arbeiten für drei Wochen.

Auch die Aufbereitung des Fachwerk dauerte länger als geplant. "Nachdem der Putz von den Wänden runter war, wurde sichtbar, dass die Lehmstaken im Fachwerk sehr stark zerstört waren und neue Steine zum Füllen her mussten", sagt Ilka Mischka, zuständige Architektin. Zudem seien die Holzbalken so schief gewesen, dass wir sie erst einmal richten mussten, fügt Heiko Henschke, bei der Büwo verantwortlich für das Baugeschehen, hinzu. Um die Balken im Dachgeschoss war es nicht besser bestellt: Sie waren dermaßen marode, dass sie erneuert wurden. Ein Mehraufwand, der auch Mehrkosten verursacht. "Wir gehen von zehn bis 15 Prozent aus, aber das ist bei solchen alten Häusern normal", räumt Gräning ein. Doch die Schwierigkeiten sind nun Geschichte.

Im Dachgeschoss ist schon ein Teil des Bodens hergerichtet, die Konturen eines künftigen Beratungsraumes werden sichtbar. "Er ist bisher sehr gut gelungen, mir gefällt es dort ziemlich gut", sagt Ilka Mischka. Auch im Erdgeschoss zeichnet sich bereits die spätere Raumgestaltung ab. In der dort neu gemauerten Mittelwand sind vier Türöffnungen, die zu den Büros führen. "Von der Tordurchfahrt können Rollstuhlfahrer über eine Rampe in das Gebäude gelangen", sagt die Architektin und zeigt im Erdgeschoss dorthin, wo jetzt noch Holzbanken stehen und der Boden uneben ist.

Sie aber auch Heiko Henschke stehen im Foyer des Gebäudes. Das wird künftig auch der Bereich sein, in dem sich die Kunden am häufigsten aufhalten. Blicken die Besucher an die Decke, können sie die barocke Akanthus-Malerei sehen, die im Zuge der Sanierungsarbeiten entdeckt und freigelegt wurde. Damit die Malerei auch dauerhaft erhalten bleibt, kommt sogar ein Restaurator auf die Baustelle und achtet auf eine fachgerechte Aufbereitung. Und noch eine Besonderheit wird im Foyer installiert: Eine markante Treppe soll als Blickfang dienen und zugleich zu den Büros führen. Zukunftsmusik, die gar nicht mehr so fern ist.

Architektin Ilka Mischka geht davon aus, dass die Rohbau-Arbeiten in wenigen Wochen abgeschlossen sein können. Es müsse nun noch die Dachkonstruktion verstärkt werden, die Innenwände der künftigen Büros erstellt, der Fußboden-Aufbabu erfolgen sowie die Dämmung an die Wände angebracht werden, zählt die Architektin auf. "Danach könnten gleich die elektrischen Leitungen verlegt werden", blickt sie schon einmal voraus.

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