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Kassower Bauwerk soll wieder verkehrssicher werden : Bürgermeister besorgt: Brücke marode

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Kassows Bürgermeister Hans-Joachim Lang ist besorgt: Die Brücke über die Warnow zwischen Kassow und Kambs ist in einem bedenkenswerten Zustand. Dabei wurde sie erst im Jahr 2000 generalüberholt.

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erstellt am 19.Dez.2012 | 11:29 Uhr

Kassow | Kassows Bürgermeister Hans-Joachim Lang ist besorgt: Die Brücke über die Warnow zwischen Kassow und Kambs ist in einem bedenkenswerten Zustand. "Ein Gutachten belegt, dass die Halterungen in den Bohlen nicht mehr fest verankert sind, zudem weisen die Tragebohlen in einigen Bereichen Pilzbefall auf", sagt der 62-Jährige. Zudem müsse der Übergang zwischen Brücke und Auffahrt saniert werden. Tauchuntersuchungen hätten ergeben, dass Risse im Fundament vorhanden sind, sagt Lang. Des Weiteren sei am Fundament das Holzschutzwehr zerfallen, wodurch das Fundament leichter ausgespült werden kann. Die Brücke soll nun im kommenden Jahr wieder verkehrssicher gemacht werden: Erst im Jahr 2000 wurde sie generalüberholt. "So lange wir selbst noch Material haben, werden wir kleinere Reparaturen selber durchführen", sagt Hans-Joachim Lang.

Dass nach nur zwölf Jahren wieder erhebliche Mängel auftreten, habe aus Sicht des Gemeindeoberhauptes vor allem mit den zahllosen Autos und Transportern zu tun, die Tag für Tag über die 32 Meter lange Überquerung fahren. Mitunter seien darunter auch Lkw, die eine Tragkraft von bis zu 32 Tonnen besitzen. "Sie sind sowohl mit ihrem Zugfahrzeug als auch mit ihrem Anhänger auf der Brücke", macht Hans-Joachim Lang deutlich. Auch die großen Maschinen eines ortsansässigen und eines nahe Kassow angesiedelten Landwirtschaftsunternehmens rollen im Frühjahr und Sommer über das Bauwerk.

Für die Bauern war die Querung bereits im 19. Jahrhundert von großer Bedeutung, um so leichter zu den Ländereien zu kommen. Damit die Bauern sie errichten durften, stellten sie schließlich einen Antrag beim Herzog. Und erhielten die Genehmigung. "In den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Brücke neu als Nieten-Stahl-Konstruktion errichtet", erzählt der Bürgermeister. Künftig befürchtet Lang eine noch höhere Belastung für die Brücke. "Wenn die Bauarbeiten an der Warnowbrücke in Schwaan beginnen und sie für den Autoverkehr nicht oder nur noch eingeschränkt genutzt werden kann, werden diejenigen, die die Abkürzung über die Kassower Brücke kennen, sie trotz Umleitung nutzen", sagt Lang.

Damit die Brücke dann nicht zu arg in Mitleidenschaft gezogen werden kann, trifft er einige Vorsichtsmaßnahmen. So wird eine neue Beschilderung aufgestellt, die das Maximalgewicht für Fahrzeuge auf 16 Tonnen beschränkt. Zudem sollen auch beidseitig Poller angebracht werden, so dass dieses Gewicht nicht überschritten werden kann. "Die Gemeinde ist Baulastträger und somit für die Sorgfaltspflicht verantwortlich", begründet er. Zudem will Kassows Bürgermeister auch mit der Polizei sprechen, damit sie demnächst öfter an der Brücke kontrolliert. "Einige der Autofahrer halten sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h", sagt Lang. Die Kosten für eine umfassende Sanierung schätzt Lang auf über 300 000 Euro. Weil Kassow diesen Betrag nicht alleine schultern kann, will der Bürgermeister mit dem Staatlichen Amt für Landwirtschaft und Umwelt Mittleres Mecklenburg, dem Straßenbauamt Güstrow und der Unteren Verkehrsbehörde in Bad Doberan 2013 erste Gespräche aufnehmen.

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