Elefantenbrücke : Brückenneubau erneut verschoben

Freie Fahrt gestern für diesen Kanuten auf dem Ausfallwasser der Warnow. Auf die neue Elefantenbrücke an dieser Stelle müssen die Bützower weiterhin warten.
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Freie Fahrt gestern für diesen Kanuten auf dem Ausfallwasser der Warnow. Auf die neue Elefantenbrücke an dieser Stelle müssen die Bützower weiterhin warten.

Straßenbauamt fordert weitere Untersuchungen zu neuer Warnowquerung

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22. März 2016, 08:00 Uhr

Wann kommt sie nun endlich, die neue Elefantenbrücke? Das Fragen sich viele Bützower. Auch Marlies Howe aus der Gartenstraße möchte wissen, ob die neue Warnowquerung, wie im vergangenen Herbst angekündigt, im Mai stehen wird? Und einmal mehr fragte auch Wolfgang Wehrmann (EB) auf der jüngsten Stadtvertretersitzung nach dem Stand der Dinge. „Die Planungen laufen“, erklärte Bauamtsleiterin Doris Zich. Es seien aber noch Fragen der Statik zu klären, meinte sie. Jedoch solle noch in diesem Jahr gebaut werden.

Dieses Ziel hat nach wie vor auch Dirk Büchler, Geschäftsführer der BaltiCo GmbH. Das Unternehmen aus Hohen Luckow will die Brücke bauen und wäre selbst froh, wenn sie mit der Umsetzung beginnen könnte. Doch es sind weitere Detailfragen, die das Projekt erneut verzögern. „Da der Untergrund sehr morastig ist, wäre normalerweise eine Pfahlgründung notwendig. Dabei müssten wir Pfähle bis zu 18 Meter in die Tiefe rammen“, erklärt Büchler. Aber das Areal an der Warnow ist sehr eng, um die Technik für ein solches Verfahren dort aufzubauen. Deshalb hat man sich für eine andere Variante entschieden.

Da die Brücke sehr leicht ist, soll eine schwimmende Gründung erfolgen. Das sei ein spezielles Verfahren und bei diesem Brückentyp durchaus machbar. „Da es aber keine Erfahrungen gibt, verlangt das Straßenbauamt weitere Unterlagen“, erklärt Dirk Büchler. Die Landesbehörde muss nämlich am Ende grünes Licht geben. Deshalb habe die Firma nun zwei Ingenieurbüros beauftragt, die die entsprechenden Berechnungen erstellen sollen.

Büchler hofft, dass diese Unterlagen noch in diesem Monat fertig werden und dann bis Mitte April zur Genehmigung eingereicht werden können.

Deshalb sei die Zielsetzung, die Brücke im Mai aufzustellen, nicht zu halten. „Wenn alles so läuft wie wir hoffen, können wir dann zumindest im Mai mit dem Bau der Brücke beginnen“, so der Geschäftsführer. Einen Termin zum Aufstellen konnte er angesichts der erneuten Auflagen noch nicht nennen.

Seit nunmehr sechs Jahren warten die Bützower auf die Wiederherstellung der kurzen Wegeverbindung zwischen der Gartenstraße und der Innenstadt. 2011 war die Brücke wegen erheblicher Mängel gesperrt und ein Jahr später abgerissen worden. Es gab viele Varianten für einen Neubau. Dann trat BaltiCo mit seinen Plänen von einer Leichtbau-Brücke an die Stadt heran. Die Brücke soll mit Kohlefaserstoffen in einem Stabwickelverfahren gebaut werden. Die Produktion erfolge vollautomatisch.

Das Material biete vor allem den Vorteil, dass es nicht rosten könne. Damit überzeugte das Unternehmen die Stadtvertreter. Da es sich aber um einen Prototyp handelt, verlangte der Gesetzgeber umfangreiche Untersuchungen. Die erfolgten mit Hilfe der Universität in Wismar. Diese Tests seien auch inzwischen abgeschlossen und positiv bewertet worden, so Büchler. Jetzt gehe es noch um die Gründung.

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