Schwaan : Brückenabriss bleibt unausweichlich

Die Behelfsbrücke (l.) muss versetzt , die  alte Brücke (r.) abgerissen werden,  um Baufreiheit für die neue Warnowquerung  zu schaffen. Deshalb soll hier sieben Wochen kein Verkehr rollen.
Die Behelfsbrücke (l.) muss versetzt , die alte Brücke (r.) abgerissen werden, um Baufreiheit für die neue Warnowquerung zu schaffen. Deshalb soll hier sieben Wochen kein Verkehr rollen.

Gutachten bescheinigen der Warnow-Überquerung einen sehr schlechten Zustand. Schweriner Bauunternehmen steht schon in den Startlöchern.

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06. Februar 2014, 18:59 Uhr

Die Bauarbeiten an der Warnowbrücke rücken momentan in greifbare Nähe. Das Schweriner Bauunternehmen Matthäi hat den Zuschlag für die Arbeiten bekommen.  Ein genauer Termin für den Baustart werde derzeit noch festgelegt, erklärte Straßenbauamtsleiter  Ronald Normann gestern auf Nachfrage der Redaktion. „Wir werden in der kommenden Woche eine Pressemitteilung dazu rausgeben und dann auch einzelne Termine veröffentlichen“, sagt der  Güstrower Amtsleiter. Es werde aber nicht vor dem 26. Februar losgehen.

Ein anderer Termin stehe allerdings schon jetzt fest: Alle Schwaaner sollten sich den 25. Februar vormerken. An dem Tag gebe es eine Einwohnerversammlung um 19 Uhr in der Aula der Schwaaner Schule. Das Straßenbauamt Güstrow wird die Bürger dann genau über den Bauablauf informieren. Auch Fragen der Einwohner werden an diesem Abend beantwortet.

Um Spekulation über den alten Zustand der Warnowbrücke entgegenzuwirken, möchte  der Schwaaner Bürgermeister Mathias Schauer schon jetzt  auf das Ergebnis der Tragfähigkeitsuntersuchung und Schadensanalyse sowie Einschätzung der Resttragfähigkeit eingehen. Bei der Untersuchung sei ein erschütterndes Ergebnis herausgekommen: „Gemäß den vorliegenden Bauwerksprüfungen sind alle drei Teilbauwerke mit der Zustandsnote  vier bewertet worden. Diese Note bescheinigt   – durch visuelle Begutachtung der sichtbaren Bauteile –  einen ungenügenden Zustand und besagt, dass die Standsicherheit und   die Verkehrssicherheit erheblich beeinträchtigt, oder nicht mehr gegeben sind“, erklärt Schauer.

Die regelmäßig durchgeführten Prüfungen bescheinigten außerdem eine Zunahme der Schäden und Schadenserweiterungen schon ohne die Belastung durch den Kraftverkehr. Hinzu komme der Zustand der Pfahlgründung. „Ein statischer Nachweis kann für die Gründung jetzt nicht mehr erbracht werden. Eine zusätzliche Verkehrsbelastung, besonders eine horizontale Belastungen, durch Bremsen und Anfahren der Verkehrsteilnehmer,  können durch die gebrochenen Pfähle vom Bauwerk nicht mehr aufgenommen werden“, lautet die traurige Bilanz der Untersuchungen. Und deshalb  könne schon bei geringen Lastumlagerungen  ein Gesamtversagen des Bauwerks nicht mehr ausgeschlossen werden. Das Ingenieurbüro Schwesig + Lindschulte GmbH hatte die Untersuchungsergebnisse jüngst vorgelegt und somit die schriftliche Begründung für den Brückenneubau gegeben.

Wie bereits mehrfach berichtet, aber dennoch immer wieder befürchtet, werde es in den nächsten Wochen und Monaten erst einmal keine Vollsperrung der Behelfsbrücke geben.  Dies erfolgt voraussichtlich erst im Monat Mai, betonte Bürgermeister Mathias Schauer noch einmal. 

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