Elefantenbrücke : Brücke rückt in greifbare Nähe

An dieser Stelle soll die Brücke wieder  über das  „Ausfallwasser“ der Warnow führen.
An dieser Stelle soll die Brücke wieder über das „Ausfallwasser“ der Warnow führen.

Unternehmen bietet kostengünstiges Angebot und will Projekt vorfinanzieren / Stadtvertreter müssen entscheiden

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28. Februar 2014, 17:43 Uhr

Mit dem Bau der Elefantenbrücke über die Warnow in der 3. Ausfallstraße könnte es schneller gehen als gedacht. Vorausgesetzt, die Stadtvertreter folgen dem Vorschlag der Hohen Luckower Firma BaltiCo GmbH, die die Brücke in kostengünstiger Leichtbauweise errichten möchte.

Weil dem Unternehmen sehr daran gelegen ist, in der Brücke ein Referenzobjekt zu erhalten und Bützow kein Geld hat, sie vor 2015 bauen zu lassen, will das Unternehmen die Baukosten sogar vorstrecken und sie sich erst im Laufe mehrerer Jahre von der Stadt zurück erstatten lassen. Und dies mit einem großzügigen Rabatt.

Auf der nächsten Stadtvertretersitzung am 10. März soll die Firma ihre Bauvariante vorstellen und die konkreten Kosten für die Stadt erläutern. Denn „über die Vergabe des Auftrages zum Bau kann erst entschieden werden, wenn die Planungsunterlagen vorliegen“. So auch die Meinung der Mitglieder des Hauptausschusses der Stadtvertretung, die in dieser Woche ihre Gedanken über das Projekt austauschten. „Bis wann und zu welchen Konditionen müssten wir zurück zahlen?“, diese Frage müsse geklärt sein, bevor man den Beschluss zum Bauen fasst, meinte Joachim Fiedler (SPD). „Die BalticCo GmbH bietet uns zwar die Vorfinanzierung an. In welcher Form die Rückzahlung erfolgen soll, steht aber noch nicht fest“, sagt die 1. Stadträtin und Bauamtsleiterin Doris Zich.

Auch deshalb habe die Stadtvertretung den Geschäftsführer des Unternehmens zu seiner Sitzung eingeladen, stellt sie fest.

„Wir müssen uns genauestens informieren lassen, bevor wir die Entscheidung treffen“, mahnt Ralf-Peter Katzer (UBB) an. Vor allem müsse man „auch gucken, ob die privatrechtliche Vorfinanzierung haushaltsrechtlich überhaupt möglich ist“, meint er.

Rund 70 000 Euro soll die neue Brücke in Leichtbauweise kosten. Das ist mit Abstand die günstigste Variante unter allen bisherigen Angeboten zum Brückenbau.

Bisher ist vorgesehen, die Entscheidung über den Bau der Brücke schon auf der nächsten Stadtvertretersitzung zu fällen. „Wir sollten uns aber ruhig noch ein bisschen Zeit zum Nachdenken nehmen, nachdem die Firma ihre Pläne erläutert hat“, regte Joachim Fiedler an. Und er schlug vor, den Beschluss über den Brückenbau von vorneherein auf die übernächste Stadtvertretersitzung zu verschieben.

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