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Bützower Zeitung

16. Januar 2018 | 11:03 Uhr

Bützow : Briefwahl wird immer beliebter

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bislang haben mehr als 1400 Wahlberechtige auf diesem Weg ihre Stimme abgegeben. Neun Wahlhelfer für die Auszählung zuständig

von
erstellt am 31.Aug.2016 | 05:00 Uhr

Für welche Parteien sich Menschen in und um Bützow bei der Landtagswahl entscheiden, steht bislang noch in den Sternen. Eines ist aber jetzt schon klar: Immer weniger Wähler nehmen den Gang zur Urne auf sich, dafür erfreut sich die Briefwahl immer größerer Beliebtheit. Bis gestern haben sich bereits 1470 Wahlberechtigte auf diesem Wege beteiligt, sagt Hauptamtsleiter Frank Endjer, der als Gemeindewahlleiter das Organisatorische im Blick hat.

Im Vergleich zu vergangenen Wahlen hat sich die Zahl der Briefwähler damit deutlich erhöht. So wurden bei der Bundestagswahl vor drei Jahren 1232 Stimmen über den Postweg abgegeben. Bei der Kreistagswahl 2014 waren es nur 556. Frank Endjer sieht zwei Gründe als Ursache für den Anstieg der Zahlen: „Generell ist die Briefwahl seit Jahren ein allgemeiner Trend geworden, in Großstädten ist das schon fast Usus. Zum Einen hängt es sicher damit zusammen, dass man keine Begründung mehr für die Beantragung der Briefwahl angeben muss.“

Außerdem werde die Briefwahl auch von den verschiednen Parteien propagiert, die so auch Wahlmuffel von der Abgabe ihrer Stimme überzeugen wollen, so Endjer.

Die erhöhte Zahl der Briefwähler könnte auf lange Sicht auch eine Veränderung der Organisationsstrukturen mit sich bringen. „Perspektivisch müssen wir uns irgendwann überlegen, ob wir nicht zwei bis drei kleine Wahllokale schließen und dafür einen zweiten Briefwahlbezirk öffnen“, sagt Endjer. Aktuell gibt es im Amt 29 Wahllokale und einen Briefwahlbezirk. Um alle Bezirke mit genügend Personal abzudecken, werden mehr als 200 Wahlhelfer benötigt. „Es ist gar nicht so einfach, so viele Ehrenamtliche zu finden“, so Endjer, der den Wahlvorständen gestern Abend eine Einführung in ihren Aufgabenbereich am Sonntag gab.

Für die Briefwahl seien ursprünglich sieben Wahlhelfer geplant gewesen, so Endjer. „Wir haben aber auf neun aufgestockt und haben noch eine kleine Reserve.“ Die Auszählung der Stimmen beginnt nach dem offiziellen Stopp um 18 Uhr.

Die letzten Stimmzettel sammelt Frank Endjer übrigens persönlich ein. „Mit dem Glockenschlag der Stiftskirche leere ich den Postkasten am Rathaus.“

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