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Straßenbauamt Güstrow drängt auf Entscheidung : Braucht neue Brücke zwei Gehwege

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Die Bützower Stadtvertreter müssen heute eine weitere wichtige Entscheidung treffen. Was für Wege soll es künftig auf der neuen Brücke über den Aalfang geben. Das Landesstraßenbauamt fordert eine Entscheidung.

svz.de von
erstellt am 11.Aug.2013 | 07:47 Uhr

Bützow | Die Bützower Stadtvertreter müssen heute eine weitere wichtige Entscheidung treffen. Was für Wege soll es künftig auf der neuen Brücke über den Aalfang geben. Das Landesstraßenbauamt fordert eine Entscheidung, denn es möchte jetzt mit den genauen Planungen beginnen.

Der Knackpunkt ist dabei der nördliche Bereich. Also die Seite, auf der die Sohl gleite mit der Kanuslalomstrecke entlang führt in Richtung Bützower See. Dort gab es auf der alten Brücke einen nicht offiziellen schmalen unbefestigten Weg, nur wenige Zentimeter breit. Nach den Planungen des Straßenbauamtes in Güstrow, Bauträger dieser Maßnahme, soll es dort auch künftig keinen öffentlichen Weg geben. Lediglich für Notfälle und Reparaturen werde dort ein etwa 90 Zentimeter breiter "Streifen" freigehalten. Es ist aber kein Gehweg.

Der mache aber möglicherweise Sinn, wenn auch auf der nördlichen Seite der Straße "Vor dem Rühner Tor" ein Gehweg gebaut wird. Darüber sind sich die Stadtvertreter aber noch nicht einig.

Die Fakten sind andere: Das Straßenbauamt als Baulastträger bestimmt die Grundrichtung und die besagt eindeutig: Auf der südlichen Seite, also zum Landwirtschaftsamt hin, wird begleitend zur Straße ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut. Der führt dann zur Schloßstraße, überquert diese und geht zum bereits vorhandenen kombinierten Fuß- und Radweg in der Schloßstraße. Von dort geht es südlich (Rosengarten) über die neue Brücke. Radfahrer und Fußgänger können dann wie bisher die Ampelkreuzung am Penny überqueren und stadtauswärts weiter ihren Weg fortsetzen. Für diesen kombinierten Weg zahlt die Stadt einen Anteil von knapp 160 000 Euro. Enthalten darin sind auch Nebenanlagen und Straßenlaternen.

Einige Stadtvertreter möchten aber auch nördlich (Seeseite) einen Gehweg in der Straße "Vor dem Rühner Tor". Eine Kostenschätzung geht dabei von weiteren rund 130 000 Euro aus. Ob der aber kommt, darüber gibt es noch keine abschließende Entscheidung (SVZ berichtete). Doch sollte er kommen, könnte er über die Brücke weitergeführt werden, so die Überlegung der Befürworter dieser Variante.

Dafür müsste aber bei der Konstruktion der Brücke entsprechend "Platz" eingeplant werden. "Etwa eineinhalb bis zwei Meter", so Doris Zich. Diesen Mehraufwand beim Bau der Brücke muss aber die Stadt tragen. Geschätzte Kosten derzeit: 30 000 Euro.

Die Verwaltung schlägt für die heutige Abstimmung vor, diese Option nicht zu ziehen. Doris Zich begründet: "Selbst wenn wir den Weg über die Brücke mit zwei Metern einplanen, dahinter, im Bereich des alten Internates der einstiegen Oberschule können wir diese zwei Meter nicht garantieren." Denn das ist ein Privatgrundstück.

In der zurückliegenden Woche konnten sich auch die Mitglieder des Bau- und des Sanierungsausschusses nicht zu einer eindeutigen Position durchringen. Dabei scheinen sich Mehrheiten für eine Zwischenlösung zu finden. Die könnte so aussehen: Die Stadt lässt sich die Option für einen Gehweg offen und lässt ihn vom Straßenbauamt mit planen und legt dafür die 30 000 Euro auf den Tisch. Gebaut werden könnte der Gehweg selbst dann ja auch später.

Man darf gespannt sein, welche Lösung am Ende der heutigen Sitzung steht. Umzustoßen ist die Entscheidung dann nicht mehr. Denn das Straßenbauamt drängt.

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