Brandschutz : Brandschutz wird jetzt neu geplant

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Kommunen müssen Arbeit der Blauröcke analysieren

svz.de von
04. März 2016, 12:00 Uhr

Wie groß ist meine Gemeinde? Wie lang ist der Anfahrtsweg für die Feuerwehr in einem Brandfall? Wie gut sind die Kameraden der einzelnen Wehren ausgebildet? Solche und viele weitere Fragen müssen Kommunen künftig beantworten. Und diese Antworten müssen in einer Feuerwehrbedarfsplanung enthalten sein. Das ist eine Forderung, die sich aus dem neuen Brandschutz- und Hilfeleistungsgesetz des Landes Mecklenburg-Vorpommern ergibt.

Das neue Gesetz, gerade erst ein paar Wochen alt, soll „vor allem die ehrenamtlichen Kameraden in den Feuerwehren unterstützen und fördern“, hatte Innenminister Lorenz Caffier im Herbst erklärt, als er das Gesetz vorstellte. Doch bevor es so richtig greift, ist erst einmal viel Arbeit angesagt.

Eine der wichtigsten Neuerungen ist die Einstufung der Wehren. Bisher gibt es Feuerwehren mit Grundausstattung, Stützpunktfeuerwehren, wie zum Beispiel Schwaan, und Feuerwehren mit besonderen Aufgaben, erklärt Viola Präfke, Leiterin des Ordnungsamtes bei der Schwaaner Stadtverwaltung. Künftig gibt es nur noch Gemeinde- beziehungsweise Ortsfeuerwehren und Feuerwehren mit besonderen Aufgaben. „Wie welche Wehr eingestuft wird, das entscheiden aber nicht wir“, so die Amtsleiterin. Da spiele vielmehr eine Rolle wie die Wehren ausgestattet und auch personell aufgestellt sind, auch was die Ausbildung der Kameraden betrifft. Und welche Einsätze von den Kameraden überwiegend gefahren werden. „Unsere Wehren sind ja vor allem bei technischen Hilfeleistungen und bei Bränden im Einsatz, oder wenn Brandmeldeanlagen ausgelöst werden“, erklärt Viola Präfke.

Das alles zeigt. Es ist eine sehr umfangreiche Arbeit, einen solchen Feuerwehrbedarfsplan zu erstellen. „Dazu gibt es bisher aber vom Land nur Empfehlungen, noch keine Durchführungsbestimmungen“, erklärt Viola Präfke. Sie könne sich vorstellen, diese Aufgabe an eine Fremdfirma abzugeben. Doch das müsse erst im Haushalt berücksichtigt werden. Eile sei nicht geboten. Das Land habe noch keine Frist gestellt. „Ich denke das wir das für 2017/18 in Angriff nehmen werden. Und dann natürlich für alle Gemeinden des Amtes.“

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