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Bützower Zeitung

19. September 2017 | 13:49 Uhr

Klein Sien : Böse Flüche helfen kranken Tieren

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Jugendclub Domizil spendet nach dem Fund eines Hundes 150 Euro – auch aus der Fluchkasse – an die „Tierhilfe Norddeutschland“

Immer wieder kommt es vor, dass Tiere nicht gewollt, vernachlässigt und/oder sogar verletzt werden. Mit etwas Glück merken aufmerksame Nachbarn, wenn etwas nicht stimmt. In solchen oder ähnlichen Fällen wird oft die „Tierhilfe Norddeutschland“ in Klein Sien kontaktiert. Die kümmert sich um diese, aber auch um zugelaufene, kranke und beschlagnahmte Tiere. Doch es sind dort nicht nur die klassischen Haustiere zu finden. Neben Hunden, Katzen, Pferden, Kaninchen und Meerschweinchen gibt es neben vielen anderen auch Pfauen, Waschbären, Kängurus, Yaks, Lamas, Kamele und ein Stinktier. Die großen und kleinen Tiere werden dort gepflegt, medizinisch behandelt, gefüttert und erfahren eine artgerechte, liebevolle Behandlung. Sind sie wieder gesund, werden viele der gewonnenen Schützlinge weitervermittelt. Einige, vor allem alte und von den vorherigen Besitzern sehr schlecht behandelte Tiere, dürfen auf Lebenszeit in den Gehegen der Tierhilfe bleiben.

Im Moment bevölkern etwa 200 Tiere den Hof in Klein Sien, darunter etwas mehr als 50 Hunde. Seit einem Monat ist nun auch Simba mit dabei. Der kleine Zwergspitz ist dem Bützower Jugendclub Mitte letzten Monats zugelaufen. „Der Hund war in einem sehr schlechten Zustand“, berichteten Anke Dose und einige Jugendclubbesucher. Sein Körper sei voller Flöhe und Läuse gewesen, der Hinterteil vom ganzen Jucken komplett kahl. Kurzentschlossen wurde die „Tierhilfe Norddeutschland“ angerufen und das Tier nach Klein Sien gebracht. Dort erhielt er einen Chip, wurde mit Flohkur behandelt und vier Tage später wegen eines Tumors am Hoden operiert. Nach einem knappen Monat geht es Simba wieder wesentlich besser. Auch sein Fell wächst nun langsam aber sicher wieder nach.

Nach dem Fund entschloss sich der Jugendclub „Domizil“ dazu den Erlös aus der „Fluchkasse“, dem Verkauf von Kuchen und Festivalbändern des Jugendclubs sowie den Spenden, die einem entsprechenden Aufruf folgten an die Tierhilfe weiterzugeben. Insgesamt kamen 150 Euro zusammen. Die Spende wurde jetzt von Franzi Wilde, Teil des Jugendclubbeirates, und David Pusch, Praktikant im „Domizil“, vor Ort übergeben. Marcel Gürnth, der Ansprechpartner zum Thema Hund bei der Tierhilfe, nahm die Spende dankbar entgegen. „Das Geld wird zu größten Teilen in den Tierarzt und Futter investiert“, erzählte er.

Simba ist vermutlich schon stolze 12 bis 13 Jahre alt, hört schon etwas schwer und ihm fehlen Zähne. Trotzdem wird er zunächst noch eine Weile in Klein Sien bleiben, irgendwann dann aber vermutlich weitervermittelt.

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