Jugendrotkreuz : Blutige Szenen auf dem Schulhof

Scherbe im Fuß: Vanessa-Marie Müller (l.) und Laura Kosubeck (M.) verarzten Annabell Raddatz. Die Verletzung ist nicht echt, die Jugendlichen trainieren so den Ernstfall.  Fotos: Christina Milbrandt
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Scherbe im Fuß: Vanessa-Marie Müller (l.) und Laura Kosubeck (M.) verarzten Annabell Raddatz. Die Verletzung ist nicht echt, die Jugendlichen trainieren so den Ernstfall. Fotos: Christina Milbrandt

16 Mannschaften traten in Schwaan beim Wettbewerb des Kreisverbandes Bad Doberan gegeneinander an

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21. Mai 2017, 09:00 Uhr

Ein Motorradfahrer liegt bewusstlos am Boden. Einige Meter weiter sitzt die 13-jährige Annabell Raddatz, die sich vor Schmerzen kaum bewegen kann, weil sie in eine Scherbe getreten ist. Ein Mädchen mit einer tiefen Schnittwunde im Arm liegt unweit neben ihr. Dieses schaurige Szenario fanden die Mannschaften des Jugendrotkreuz (JRK) am Sonnabend auf dem Sportplatz an der Schule in Schwaan vor. Die Verletzungen waren nicht echt, sondern Teil des Wettbewerbs, den der Kreisverband Bad Doberan veranstaltete.

Insgesamt 16 Gruppen, sieben davon im Kindergartenalter, traten in verschiedenen Stufen gegeneinander an. An unterschiedlichen Stationen, die neben dem Schul- und Kitagelände auch in der Stadt aufgebaut waren, mussten die Kinder und Jugendlichen Aufgaben lösen, für die sie Punkte bekamen. Dazu gehörte auch die Versorgung der „Verletzten“ am Sportplatz. So mussten die Jugendrotkreuzler dem Motorradfahrer den Helm abnehmen und ihn in die stabile Seitenlage bringen. Die Fußverletzung von Annabell Raddatz wurde mit einem fachmännischen Verband verarztet, ebenso die Schnittverletzung am Arm. Parallel zur Versorgung alarmierten die Gruppen den fiktiven Notruf.

An einer anderen Station ging es darum, das theoretische Wissen über das Deutsche Rote Kreuz anzuwenden. So mussten die Gruppen die sieben Grundsätze des DRK in die richtige Reihenfolge bringen. „Das ist Grundlagenwissen“, sagte Astrid Schult, die die Station betreute. Die älteren Gruppen müssten noch mehr wissen, unter anderem, wer das Rote Kreuz wann gegründet hat. „So werden die Kinder an die Thematik herangeführt. Das macht auch richtig Spaß, weil sie mit so viel Enthusiasmus und Elan bei der Sache sind“, so Astrid Schult.

Die Schwaaner schnitten bei dem Wettbewerb am Sonnabend besonders gut ab: Die Kita „Schwaanenkinder“ sicherte sich in ihrer Altersstufe den vierten Platz. Noch mehr Freude gab es bei den „Warnowkrümeln“. Sie holten sich zum dritten Mal in Folge den Sieg, was bedeutete, dass sie den Pokal nun endgültig behalten durften. In den höheren Altersstufen sicherte sich der Hort „Warnowkrümel“ in der Stufe 0 den ersten Platz.

Der nächste Wettbewerb des JRK findet auf Landesebene statt. Ausgetragen wird er vom 8. bis 10. September in Sanitz.

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