Eickelberg : Blutblume blüht prächtig

Hinter ihrer Blutblume am Haus in Eickelberg: Uschi und Joachim Banse erfreuen sich immer wieder an dieser Pracht.
Hinter ihrer Blutblume am Haus in Eickelberg: Uschi und Joachim Banse erfreuen sich immer wieder an dieser Pracht.

Im Garten eines ehemaligen Eisenbahnwärter-Häuschens.

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06. August 2019, 12:00 Uhr

Sie ist doch immer wieder beeindruckend mit ihren riesigen, rot leuchtenden Blütenkugeln, die den Blüten eines Zierlauchs stark ähneln. Sie stehen in Töpfen an der Hauswand beziehungsweise im Garten eines ehemaligen Eisenbahnwärter-Häuschens in Eickelberg.

Uschi und Joachim Banse sorgen für die riesige Blütenpracht ihrer Blutblume. Und derzeit ist es wieder soweit. Von drei Töpfen zeigt die älteste Pflanze zehn Blüten, die beiden anderen Ableger jeweils drei Blüten. Auch da wird es mit zunehmendem Alter mehr werden, versichert das Ehepaar.

Die Blutblume – Haemanthus katherinae/Scadoxus multiflorus ist ihr fachlich korrekter Name – gehört zur Familie der Amaryllisgewächse und zählt zu den Raritäten, die noch nicht lange kultiviert werden.

Die botanischen Bezeichnungen unterscheiden sich darin, dass Haemanthus die Sorten bezeichnet, die keine Blattmittelrippe aufweisen, während Scadoxus für jene steht, die diese vorzuweisen haben. Charakteristisch für Blutblumen sind die großen Blütenkugeln, die sowohl in Weiß, aber auch in Rosa, Orange oder Rot blühen.

An Wuchshöhe erreicht die horstbildende Blutblume 50 bis 60 Zentimeter und wird mit 40 bis 50 Zentimetern fast ebenso breit. Die Blätter und der kräftige Blütenschaft schieben sich aus einer runden Zwiebel heraus. Die Blutblume ist ein Knollengewächs, das kälteempfindlich reagiert. Sie stammt aus Südafrika und gilt hiezulande eigentlich als Zimmerpflanze. Deshalb empfiehlt sich die Kultivierung in Töpfen oder Kübeln. Diese Aufgabe übernimmt Joachim Banse. Der Ruheständler schafft die großen Töpfe mit Muskelkraft bei der kleinsten Frostansage in den Keller. In diesem Mai, als noch einmal Minusgrade für die Nacht angesagt wurde, bekamen die Töpfe von Uschi Banse eine dicke „Winterjacke“ angezogen – und sie haben es überlebt.

Ursprünglich haben die Banses zwei Pflanzen von der passionierten Hobbygärtnerin Anneliese Wagner aus Sternberg bekommen. „Sie konnte sie aufgrund ihrer Größe nicht mehr überwintern“, erzählt Uschi Banse. „Eine hatten wir ihr im Frühjahr wieder zurückgegeben, die andere durften wir behalten. Das war vor sechs Jahren. Von Anfang an hatten sie bei uns besonders schön und reichhaltig geblüht. Das lag bestimmt an unserer warmen Hauswand“, sagt sie. Seit vier Jahren gibt es zur Blutblumenblüte ein kleines Fest mit Freunden, damit auch sie sich an dieser Pracht erfreuen können.


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