Unwetter MV : Blitz setzt Haus in Bützow in Brand

In einem Einfamilienhaus in der Fritz-Reuter-Alle in Bützow schlug gestern Morgen ein Blitz ein. 22 Feuerwehrmänner waren für den Dachstuhlbrand im Einsatz.
In einem Einfamilienhaus in der Fritz-Reuter-Alle in Bützow schlug gestern Morgen ein Blitz ein. 22 Feuerwehrmänner waren für den Dachstuhlbrand im Einsatz.

Gewitter hinterlässt seine Spuren: Blitzeinschlag in ein Wohnhaus löst Dachstuhlbrand aus

svz.de von
02. Juni 2016, 21:00 Uhr

Blitzeinschlag in Bützow in einem mehrstöckigen Wohnhaus: Gestern morgen rückte die Freiwillige Feuerwehr Bützow um 6.46 Uhr wegen eines Dachstuhlbrandes in der Fritz-Reuter-Allee aus. Das Dach musste in Teilen abgedeckt werden, um den Brandherd direkt löschen zu können. Personen kamen bei dem Einsatz nicht zu Schaden. Der Einsatz für die Bützower Kameraden endete um 9 Uhr.

„Als wir ankamen, stellten wir eine starke Rauchentwicklung am Dachstuhl fest, deswegen erhöhte ich den Alarm auf ’Groß’“, sagte Holger Gadinger, Wehrführer in Bützow. Die Alarmierung der Feuerwehr verlaufe in drei Kategorien. „Bei kleinem Alarm werden die Kameraden stumm benachrichtigt, bei mittlerem dann über Sirene. Feuer groß habe ich eingeleitet, weil dadurch auch umliegende Ortswehren alarmiert werden“, erzählte Gadinger. So waren noch Kameraden der Wehren aus Bernitt, Steinhagen, Rühn und Tarnow am Einsatz beteiligt.

„Vor Ort haben wir eine Wärmebildkamera eingesetzt. Damit können wir erkennen, an welchen Stellen es unter dem Dach am stärksten brennt“, erklärte der Wehrführer. Somit konnten die Kameraden gezielt das Dach öffnen und einsteigen. Mit Atemschutzmasken ausgestattet löschten die Feuerwehrleute die Brandherde im Dachstuhl, zusätzlich wurde mit Wasser von außen unterstützt. Insgesamt waren 22 Kameraden in der Fritz-Reuter-Allee im Einsatz.

Auslöser des Dachstuhlbrandes war ein Blitzschlag. „An dem Haus war kein Blitzableiter angebracht. Der Besitzer sagte mir, dass die Firma, die sein Dach saniert hatte, meinte, dass ein Blitzableiter bei Privathäusern nicht mehr verpflichtend sei“, erzählte der Wehrführer. Den Schaden schätzte Gadinger auf 30.000 Euro. „Acht Quadratmeter Dach mussten abgetragen werden, Dachlatten sind beschäftigt und ein Wasserschaden ist entstanden“, so der Wehrführer.

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