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Aktion "Offene Gärten" : Blick in Benitz’ grüne Oase wagen

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Wenn man Annelies und Egbert Buhrand in Benitz in ihrem Zuhause in der Schwaaner Landstraße besuchen will, trifft man sie zuerst in ihrem Garten an. In ihrem grünen Paradies gibt immer wieder etwas zu entdecken.

svz.de von
erstellt am 20.Jun.2013 | 11:38 Uhr

Benitz | Wenn man Annelies und Egbert Buhrand in Benitz in ihrem Zuhause in der Schwaaner Landstraße besuchen will, trifft man sie zuerst in ihrem Garten an. "Ich habe gerade in der Rabatte geharkt, denn der Regen hat alles wieder angedrückt", sagt die 69-Jährige auch beim Besuch der SVZ. Ihr Ehemann Egbert hatte derweil in der Garage ein Werkzeug repariert. Schließlich steht er neben seiner Ehefrau und blickt auf die Rasenfläche. "Wollen wir uns ins Bistro setzen?", fragt er und deutet auf den Steintisch mit blau-weiß-karierter Decke und vier Stühlen. Idyllisch steht das Tischchen an einer langen Rabatte, die s-förmig geschwungen ist.

Die beiden trinken ihren Vormittagstee meist in einer der vielen kleinen, urigen Sitzecken auf ihrem 4000 Quadratmeter großen Grundstück. Wer auch in der grünen Oase verweilen will, sollte am Wochenende, 22. und 23. Juni, von 10 bis 18 Uhr bei dem Ehepaar vorbei schauen. Denn die beiden machen bei der Veranstaltungsreihe "Offene Gärten" mit und öffnen erstmals ihre Türen. Neben gemütlichen Sitzgelegenheiten können die Besucher auch durch den Garten streifen, in den blumenreichen Rabatten an den Blüten des Maiglöckchenstraußes oder den Bauernrosen schnuppern.

Eigenes Gemüse im Nutzgarten anpflanzen

Wer möchte, kann bei den sommerlich-heißen Temperaturen unter dem Walnussbaum etwas Erfrischung finden. "Der steht schon seit Anfang der 70-er Jahre hier und hält die Hitze fern" sagt sie. Auch Kirschen-, Pflaumen-, Pfirsich-, Birnen- und Apfelbäume stehen in der grünen Oase. "Die vielen Äpfel bringen wir zur Mosterei und haben den Saft dann zu Hause", schildert sie. Weil sie so viele Äpfel hinbrachten, hätten sie sogar Gutscheine erhalten, fügt sie hinzu. Das Ehepaar hat das Grundstück geteilt. Während man in der ersten Hälfte verweilen und sich an den vielen, farbenfrohen Pflanzen erfreuen kann, reifen in der zweiten Hälfte Obst und Gemüse heran. Seit Mitte der 60er Jahre leben sie auf dem Grundstück, hatten bis in die 70-er Jahre auf der gesamten Fläche Obst und Gemüse angebaut.

Nun wachsen nur auf etwa 2000 Quadratmetern Kartoffeln, Erdbeeren, Bohnen, Erbsen, Mohrrüben, Zwiebeln, Johannesbeeren und Himbeeren, Mais und Rüben. "Langeweile kommt bei uns nicht auf", sagt Egbert Buhrand und deutet auf zwei Pferde, die neben der Fläche für den Nutzgarten weiden. "Mit ihnen habe ich mit einem Pflug die Kartoffeln angehäufelt", schildert der 73-Jährige. Immer an seiner Seite ist Katze Lisa. Buhrands haben viele Tiere - drei Katzen,einen Hund, Kaninchen, Hühner, Tauben sowie die beiden Pferde. Bei den Kartoffeln und Bohnen ist derzeit nicht so viel zu tun, alles wächst und gedeiht.

Dafür gibt es in ihrem grünen Paradies immer wieder etwas zu entdecken. So wie den rechteckigen Kirschbaum. "Vor vielen Jahren schnitt ich vertrocknete Äste derart ab, dass ein wasserführender Trieb rechteckig gewachsen ist und nun sehr viele Kirschen trägt", erklärt Buhrand. Genascht werden können sie aber nicht - noch sind die Früchte grün. Wohl fühlen werden sich auch Kinder in dem Garten - Sandkiste und Spielhaus laden zum Toben ein.

Dass sie nun auch in ihr grünes Reich einladen, hat mit ihren "Handarbeits frauen" zu tun, so Buhrand. "Sie haben immer gesagt, ich solle mich anmelden, ansonsten würden sie es tun", schmunzelt sie über die Neckereien der Vereinsfreunde. Mittlerweile sitzt sie mit ihrem Mann am Grillplatz. In einer mit Stein eingefassten Stelle stehen Holzscheite. Ansonsten mag sie es aber nicht, wenn Beete, Rabatten oder Wege mit Steinen eingefasst sind.

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