zur Navigation springen
Bützower Zeitung

20. Oktober 2017 | 11:09 Uhr

Bernitt : Blauröcke haben jetzt viel Platz

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Bernitt nahmen gestern das neuen Feuerwehrgerätehaus in Besitz

von
erstellt am 26.Aug.2017 | 05:00 Uhr

Am Ende des Tages ist alles gut. Das trifft auf jeden Fall für die Freiwillige Feuerwehr Bernitt zu. Gestern konnte Wehrführer Torsten Hohmann den Schlüssel für das neue Feuerwehrgerätehaus in Empfang nehmen. Rund 600 000 Euro wurden investiert, um den Kameraden im Blaurock weitaus bessere Arbeitsbedingungen für das Ehrenamt zu ermöglichen. Und das alles in einer relativ kurzen Zeit. Denn es sei nicht selbstverständlich, dass zwischen den ersten Überlegungen und der Fertigstellung gerade einmal zwei Jahre vergangen sind, sagte der Wehrführer.

Bürgermeisterin Birgit Czarschka erinnerte noch einmal an den holprigen Weg, der zwischen dem 90. Geburtstag der Wehr im Jahr 2015 und dem gestrigen Einweihungstermin beschritten wurde. Die Gemeinde, die immer einen knappen Haushalt, aber dafür umso mehr Aufgaben zu bewältigen und viele Baustellen habe, hatte zunächst einen Plan, aber keine Chance auf Fördermittel. Czarschka suchte den Kontakt zur Landesregierung. Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) sicherte dann 190 000 Euro Förderung zu, der Kreis legte 80 000 Euro drauf. Doch in der Planungsphase kam es zum Streit zwischen Gemeindevertretern und Kameraden der Wehr über den Standort. Letztere favorisierten den alten Standort, die Gemeinde einen neuen, auf dem Gelände des Bauhofes in der Nähe des Kindergartens.

Kreisbrandmeister Maik Tessin sprach gestern von „atmosphärischen Störungen“ und davon, dass manches „Porzellan zerschlagen“ wurde. „Doch der neue Standort ist der richtige“, machte er gestern noch einmal unmissverständlich klar. Nun komme es darauf an, nach vorne zu schauen.

Torsten Hohmann sieht optimistisch in die Zukunft. Er lobte die gute Zusammenarbeit während der Bauphase mit dem Planer. So wurden auch noch kurzfristig Veränderungen herbeigeführt. Jetzt stehen eine große Fahrzeughalle, großzügige Umkleide- und Sanitärräume bereit und auch Pkw-Stellplätze für die insgesamt 17 aktiven Kameraden, darunter drei Frauen. Neben den 270 000 Euro Fördermitteln konnte die Gemeinde den verbleibenden Anteil ohne einen Kredit stemmen.

Am 23. September wollen die Kameraden dann gemeinsam mit den Bernittern das neue Gerätehaus mit einem „Tag der offenen Tür“ feiern.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen