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Wildunfälle : Blaue „Lichtschranke“ wirkt

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Weniger Wildunfälle durch zusätzliche Reflektoren am Straßenrand / Defekte und fehlende Strahler sollen ersetzt werden

svz.de von
erstellt am 17.Feb.2015 | 18:11 Uhr

Dunkelheit, Autofahrer und Wildwechsel – diese Mischung führt immer wieder zu Wildunfällen. Blaue Reflektoren am Straßenrand sollen dafür sorgen, dass die Tiere die Straße meiden.

Erfolgreich, betont der Vorsitzende der Rotwildhegegemeinschaft Bützow, Ulrich Constien. Um Bützow finden sich die Reflektoren unter anderem bei Wolken, Schlemmin und vor allem im Bereich Jürgenshagen, wo Wildtiere besonders aktiv sind. In den vergangenen fünf Jahren sei eine positive Entwicklung zu beobachten. 

 „Insgesamt sind die Wildunfälle in jedem Fall gesunken und das ist ein guter Beitrag zur Verkehrssicherheit“, so Constien.

Die blauen Reflektoren werden an den Leitpfosten am Straßenrand befestigt und  bilden, wenn sie in regelmäßigen Abständen angebracht werden, eine optische Lichtschranke für die Tiere.„Die Reflektoren sind  eine sinnvolle Maßnahme, die Straßen sicherer zu machen, aber auch, um  das Wild zu schützen“, ist Constien zufrieden mit der Wirkung.

Wildunfälle bei Helligkeit können die blauen Strahler jedoch nicht verhindern. „Die Funktion ist eingeschränkt bei Wildwechsel am Tag und in der Dämmerung“, erklärt Constien.  Aktiviert wird die Lichtschranke erst, wenn bei Dunkelheit Scheinwerferlicht auf die Reflektoren trifft.   Bei Abend- oder Morgendämmerung entsteht sie, „wenn eine gewisse Schwelle über- oder unterschritten ist“, so Constien weiter.

Allerdings springen die Tiere am Tage auch nicht plötzlich aus der Dunkelheit heraus und sind für Autofahrer  viel früher erkennbar, gibt Constien zu bedenken.

An einigen Stellen sind die blauen Reflektoren inzwischen beschädigt oder abgefallen. Die optische Schranke ist dann unterbrochen und verliert teilweise ihre Wirkung. „Diese Lücken wollen wir versuchen zu schließen“, so der Vorsitzende der Hegegemeinschaft.

Konkrete Zahlen zu den aktuellen Wildunfällen gibt es derzeit nicht, für eine   Statistik  müsse man aber die Unfälle bei Tageslicht herausrechnen, um die Wirkung der Reflektoren bestätigen zu können. „Grob überschlagen haben sich die gemeldeten Wildunfälle auf der Strecke mehr als halbiert“, ist Constien überzeugt. Gleichzeitig trage die Maßnahme dazu bei, dass weniger Wildwechsel stattfindet. „Aber das entbindet die Autofahrer nicht, an diesen Stellen besonders vorsichtig zu fahren“, betont Constien. Im Gegenteil: „Wenn Autofahrer sehen, dass dort blaue Reflektoren angebracht sind, dann ist das natürlich auch ein Hinweis, dass hier verstärkt Wildwechsel stattfindet.“

 

 

 

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