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Bützower Zeitung

20. November 2017 | 06:58 Uhr

Passin : Biogasanlage hat neuen Betreiber

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Passin: Anhörungsverfahren wird noch einmal neu aufgelegt / Anlage arbeitet bereits seit 2008

von
erstellt am 17.Mai.2017 | 21:00 Uhr

Ein vorhabenbezogener Bebauungsplan für die Biogasanlage Passin wird noch einmal ausgelegt. Jeder, der ein Interesse daran hat, kann die Pläne einsehen und seine Meinung dazu kundtun. Auch die Träger öffentlicher Belange sind aufgefordert, ihre Position zu der Biogasanlage darzulegen. Was wie ein ganz normales Beteiligungsverfahren für ein Bauvorhaben aussieht, ist es in diesem Falle nicht. Denn die Biogasanlage auf dem Areal des Landwirtschaftsbetriebes Bretting gibt es bereits seit 2008.

Und dennoch muss das Beteiligungsverfahren noch einmal durchgeführt werden. Der Grund: Es gab im zurückliegenden Jahr einen Betreiberwechsel. Als vor neun Jahren auf dem Gelände des Landwirtschaftsbetriebes das privilegierte Bauvorhaben umgesetzt wurde, gab es noch einen anderen Vertragspartner. Diese Zusammenarbeit ging auseinander, ein neuer Gesellschafter stieg ein, erklärte Planer Thomas Kuhlmann auf der jüngsten Sitzung der Gemeindevertreter Klein Belitz. Deshalb sei 2014 ein neues Beteiligungsverfahren begonnen, aber zwischenzeitlich ausgesetzt worden. Auch der Passiner Landwirt selbst ist Gesellschafter der für das Betreiben der Biogasanlage gegründeten Gesellschaft. Hinzu kam, dass beim Bau der Anlage 2008 der Vorhabensträger nicht Eigentümer der überbauten Fläche war. Auch das habe sich mit den neuen Betreibern der Biogasanlage geändert. „Damit ist diese Situation bereinigt“, sagt Kuhlmann.

Mit dem Beschluss der Gemeindevertreter zur Auslegung des Bebauungsplanes wurden zugleich Hinweise des im Jahr 2014 begonnenen Beteiligungsverfahrens mit eingearbeitet. Gerade weil seit Beginn des Verfahrens fast zweieinhalb Jahre vergangen sind, sei es angebracht, die Unterlagen noch einmal auszulegen, so Thomas Kuhlmann. Manches habe sich geändert, zum Beispiel im Bezug auf das Erneuerbare-Energien-Gesetz. Das regelt unter anderem das Einspeisen von Strom in das öffentliche Netze.

An der Biogasanlage selbst ändere sich nicht viel. Es bleibt bei einer 500-Kilowatt-Anlage, in der unter anderem die Gülle, die im Landwirtschaftsbetrieb Bretting anfällt, vergoren wird. Hinzu kommt Mais, der ebenfalls von den Landwirten vor Ort produziert wird. Außerdem geringe Mengen Getreide. In dem Fermenter der Biogasanlage entsteht Biogas, das zur Stromgewinnung dient. Mögliche bauliche Veränderungen an der Anlage dienen dazu, diese künftig noch effektiver und effizienter zu betreiben, sagt Landwirt Rainer Bretting.

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