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Bützower Zeitung

12. Dezember 2017 | 22:37 Uhr

Schwaan : Bereit, wenn es schneit und friert

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Zeigt der Winter sein wahres Gesicht sind neun Mitarbeiter der Stadtverwaltung in Schwaan im Einsatz

svz.de von
erstellt am 18.Feb.2016 | 12:00 Uhr

Die wirklichen Wintertage mit Schnee und Eis hielten sich bisher in Grenzen. Doch für den Fall der Fälle ist man in Schwaan auf (fast) alles vorbereitet. Dennoch freuen sich die Mitarbeiter des Bauhofes, wenn ihre Arbeit künftig erleichtert wird.

„Im Dezember und November mussten wir glücklicherweise gar nicht ausrücken“, erklärte Winfried Heinicke. Der Leiter des Schwaaner Bauhofes stand in dieser Woche den Mitgliedern des Ordnungsausschusses der Stadtvertretung Rede und Antwort. Als dann am 10. Januar der erste große Schneefall einsetzte waren seine Mitstreiter zur Stelle.

Generell gilt für die Wintermonate: Wöchentlich hat ein Kollege Rufbereitschaft. Dieser muss gegen 4 Uhr die Wetterlage einschätzen. Gibt es Schnee oder Eis werden die anderen Mitarbeiter aus den Betten geholt, schildert Heinicke die innerbetriebliche Kommunikation.

Die Stadt lässt bewusst das Beräumen der durch Schwaan führenden Landes- und Kreisstraßen durch die Straßenmeisterei Kröpelin (Landesstraße) beziehungsweise Straßenmeisterei Güstrow (Kreisstraßen) durchführen. Die Kosten dafür werden dann einmal im Jahr entsprechend der Räum- und Streuzeit und des eingesetzten Materials in Rechnung gestellt. Für die Straßen in den Ortsteilen Bandow, Hof Tatschow und Tatschow kommt eine Stäbelower Firma zum Einsatz.

So können sich die eigenen Mitarbeiter voll auf die städtischen Bereiche, auf die Gehwege, Plätze und Anliegerstraßen konzentrieren. „Wie viele Mitarbeiter stehen da zur Verfügung?“, wollte Volker Gallinat (UWS) wissen. Insgesamt könne Heinicke auf neun Beschäftigte zurückgreifen. Neben den Mitarbeitern des Bauhofes gehören dazu auch der Hausmeister der Schule und die beiden Arbeiter, die sonst auf dem Friedhof im Einsatz sind. An Technik stehen zwei Traktoren, zwei Multicars sowie ein Pritschenwagen zur Verfügung.

Da in der vergangenen Winterperiode nur wenig Tausalz verwendet wurde, greifen die Mitarbeiter jetzt auf dieses zurück. Das bringt aber den Nachteil, dass es für den Einsatz erst aufbereitet werden muss und das zum Teil per Hand. Auch deshalb ist Winfried Heinicke froh, dass die Stadtvertreter im Haushalt 2016 Geld für ein Streusalzsilo eingeplant haben. „Das wird eine große Zeiteinsparung bringen und sich for allem auf die Qualität des Streusalz auswirken“, erklärt der Bauamtsleiter.

An den wenigen Einsatztagen im Januar und Februar hätte alles sehr gut funktioniert. „Es ist eben von Vorteil, wenn die Mitarbeiter hier aus Schwaan stammen, die ganz genau wissen, wofür sie im Einsatz sind.“ Die Mitglieder des Ordnungsausschusses folgten uneingeschränkt dieser Einschätzung des Bauhofleiters.

„Aber was passiert, wenn es Dauerschneefall gibt?“ Diese Frage warf Walburga Kufka (Bündnis 90/Die Grünen) auf. Denn unendlich könnten die Mitarbeiter ja auch nicht am Stück arbeiten. Winfried Heinicke räumt ein: „Wir sind keine Fußballmannschaft. Die hat eine Reservebank. Wir nicht.“ Doch wie man dann den Einsatz regelt, müsse man entscheiden, wenn es so weit ist. Denn auch in Schwaan macht sich gerade in solchen Situationen bemerkbar, dass es keine zusätzlichen Kräfte über den zweiten Arbeitsmarkt mehr gibt. „Ein-Euro-Jobber gibt es ja zur Zeit nicht mehr“, so Heinicke.

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