25-jähriges Bestehen : Benitzer feiern Betriebsjubiläum

Vater und Tochter als Geschäftsführer: Dr. Kathrin Naumann unterstützt Rainer Tschirner seit knapp zwei Jahren.
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Vater und Tochter als Geschäftsführer: Dr. Kathrin Naumann unterstützt Rainer Tschirner seit knapp zwei Jahren.

Die GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz GmbH feiert mit einem Hoffest

svz.de von
07. Juni 2016, 12:00 Uhr

Ein Vierteljahrhundert geschafft: Anlässlich des 25-jährigen Bestehens der GGAB Agrarbetrieb Groß Grenz GmbH laden Gesellschafter und Mitarbeiter am Sonnabend zum gemeinsamen Hoffest nach Benitz ein. Von 10 bis 15 Uhr können große und kleine Gäste an Mitmach-Aktionen teilnehmen sowie Wissenswertes über die Arbeit in der Landwirtschaft erfahren.

„Gegründet wurde der Betrieb am 1. Januar 1991. Das eigentliche Datum haben wir also überschritten. Wir feiern lieber im Sommer“, sagt Rainer Tschirner, Geschäftsführer des Landwirtschaftsbetriebes. Tschirner gehörte zu den Gesellschaftern, die nach der Wiedervereinigung die ehemalige Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft (LPG) Tierproduktion Groß Grenz zur heutigen Rechtsform umwandelten. „Wir haben allen damaligen LPG-Mitarbeitern angeboten, sich als Gesellschafter zu beteiligen. Einige veräußerten ihren Anteil und suchten anderweitig ihr Glück. Heute sind wir noch zwölf Gesellschafter“, erzählt Tschirner.

Die Anfangsjahre waren mit großen Herausforderungen für die Landwirte verbunden. In einer politisch unsicheren Zeit war es nicht sicher, wie es mit dem Betrieb vorangehen werde. Neben der Schweine- und Rinderproduktion wagten sich die Gesellschafter zusätzlich an den Ackerbau. „Das war Neuland für uns. Deswegen holten wir uns Mitarbeiter ehemaliger LPGs Pflanzenproduktion an den Hof und einen Rentner, der uns mit seiner langjährigen Erfahrung eine Hilfe war“, berichtet Tschirner.

Heute bewirtschaften die Mitarbeiter des Benitzer Betriebes 1150 Hektar mit neun verschiedenen Kulturen. Als Futtermittel wandert die Hälfte der Ernte wieder in den Betrieb. „Uns ist es wichtig einen Kreislauf aufrecht zu erhalten. So düngen wir mit der Gülle unserer Tiere wieder die Felder“, sagt Dr. Kathrin Naumann, ebenfalls Geschäftsführerin des Betriebes. 2014 übernahm sie den Posten in der GmbH. Sie sei sich der Verantwortung bewusst, die sie nicht nur für Umwelt und Tier, sondern auch für die Mitarbeiter und ihre Familien hat, so Naumann. „Ich wünsche mir, dass dieser Betrieb auch in zehn Jahren noch Arbeitgeber für unsere jetzigen Mitarbeiter und auch für deren Kinder ist“, sagt Naumann.

Wie die Zukunft aussehen werde, könne keiner wirklich voraussehen, so die Geschäftsführerin. Am Sonnabend feiern die Landwirte erstmal ihre bisherige Arbeit mit ihren Gästen.

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