Bützow : Beim Hafenfest immer mit dabei

Sind Fans des Hafenfestes: Helga Müller (79), Erika Bunkus (78) und Brigitte Leutner (81) aus Güstrow (vorn v.l.) und die Bützowerin Silvia Kniesler (83).  Fotos: Kerstin Erz
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Sind Fans des Hafenfestes: Helga Müller (79), Erika Bunkus (78) und Brigitte Leutner (81) aus Güstrow (vorn v.l.) und die Bützowerin Silvia Kniesler (83). Fotos: Kerstin Erz

Besucher und Akteure ließen sich von Wetterprognosen n nicht abschrecken und wurden vom Wettergott belohnt

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16. Juni 2019, 20:00 Uhr

Der Himmel ist wolkenverhangen, eine Unwetterwarnung ist rausgeben. Doch das schreckt viele Bützower und manchen Gast nicht ab, an diesem Sonnabend die Bützower Hafenpromenade anzusteuern. Dort wird Hafenfest gefeiert. Den musikalischen Auftakt bestreitet einmal mehr der Chor der Holtz-Apteiker des Fremdenverkehrsvereins Bützow und Umgebung. Die Zuschauer und Zuhörer stimmen bei den Liedern, die sie kennen, mit ein. Als das letzte Lied verklingt, bedankt sich die Fangemeinde mit Applaus.

Fans des Hafenfestes sind zum Beispiel drei Damen aus Güstrow: Helga Müller (79), Erika Bunkus (78) und Brigitte Leutner (81). „Hier ist wenigstens was los“, erklären sie. „Zum Hafenfest kommen wir jedes Jahr. Der Chor hat wieder so schön gesungen. Auch lieben wir den DJ. Er macht so tolle Musik. Ja, mit dem Regen haben wir es diesmal schlecht getroffen, aber das Wetter kann man sich doch nicht aussuchen. Das Hafenfest ist eine gute Gelegenheit, dass die Alten mal rauskommen, auch die Rollstuhlfahrer. Haben Sie gesehen, wie viele da sind?“

Die drei Damen sind ganz fest davon überzeugt, dass Bützow mehr Kultur macht als Güstrow, vor allem für die Kinder. „Wir kommen jedes Jahr zum Hafenfest, zu den Gänsemarkttagen und auch zum Weihnachtsmarkt. Außerdem treffen wir uns zum Tanzen im Bützower ,Casa’ mit unser Bützower Freundinnen.“ Silvia Kniesler (83), die neben ihnen sitzt, kann das bestätigen. „Wenn wir hier heute genug gesehen haben, gehen wir ins Eispavillon. Das ist dann ein schöner Abschluss und wir fahren glücklich wieder nach Hause.“

Auf eine Jugendfahrt freuen sich schon die Mitstreiter vom Jugendklub Domizil. Die haben wieder wie andere Händler ihren Stand am Hafen aufgebaut, bieten Kaffee und leckeren Kuchen an. „Die Kuchen haben die Jugendlichen selbst gebacken“, verrät Jugendsozialarbeiterin Anke Dose. „Wir sammeln hier heute für unsere nächste Jugendfahrt. Das Elbsandsteingebirge ist das Ziel. Dort wollen wir mit Klettern, geführten Stiegentouren und Wandern an unsere Grenzen gehen.“

Gleich neben dem Kuchenstand ist das Domizil der Kinder: Bunjijumping und im Riesenball auf dem Wasser schwimmen sind die Renner, gleich gefolgt von der Hüpfburg, dem Holzturmbau und Geschicklichkeitsspielen.

Nicht in Aktion treten können die Modellbootsbauer, die auf der Warnow ihre Runden drehen wollten. Das Wasser von oben macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. „Für Wasser von oben sind unsere Boote nicht ausgerichtet. Deshalb bauen wir wieder ab“, erklären sie und ziehen von dannen.

Angesichts der Wetterprognosen reisen mit gehöriger Skepsis auch die Künstler an, erzählt Michael Meiners von der Stadtverwaltung. Zum Beispiel Alfred Sitte hat als Käpt’n Alfred vor allem für die Kleinen seine Schatztruhe mitgebracht und schippert zudem noch mit seinem Akkordeon musikalisch über alle sieben Meere. Ein weiteres Mal maritim wird es mit den Spielleuten Lothar und Tancredo. Und auch die Tanzgruppe des Bützower Karnevalsverein tritt auf. Und so wie sich am Nachmittag das Wetter aufhellt, erobern vor allem Familien das Festgelände.

Das berichtet Michael Meiners am Sonntag und ist froh, dass das angekündigte Unwetter um Bützow dann doch noch einen großen Bogen gemacht hat.

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