Bützow : Bei ihrem Lieblingslied gibts kein Halten

Handarbeit ist ihr Hobby: Regina Büch-Hohlfeld mit ihrem selbstgenähten Quillt.
Handarbeit ist ihr Hobby: Regina Büch-Hohlfeld mit ihrem selbstgenähten Quillt.

Regina Büch-Hohlfeld liebt die Handarbeit, genießt die Arbeit in ihrem Garten und engagiert sich als Vorsitzende im Seniorenbeirat in Bützow

svz.de von
27. August 2016, 05:00 Uhr

Seit vier Jahren engagiert sich Regina Büch-Hohlfeld im Seniorenbeirat in Bützow – mittlerweile ist sie die Vorsitzende. „Ich möchte, dass auch für die älteren Menschen in Bützow etwas getan wird“, sagt Büch-Hohlfeld.

Volontärin Nicole Groth stellte ihr die 20 Fragen zum Wochenende.

Wo ist Ihr Lieblingsplatz?
Mein Lieblingsplatz ist an der Ostsee, egal wo – ob Usedom, Darß oder Warnemünde. Auch die Jahreszeit spielt keine Rolle. Morgens früh oder abends ist für mich dort die schönste Zeit, da kann man so schön entspannen. Es gibt auch immer etwas Neues zu entdecken und ein bisschen stürmisch darf es auch ruhig mal sein.
Was würden Sie als Bürgermeister in Ihrem Wohnort sofort ändern?
Ich würde nach Möglichkeiten suchen, dass man die alte Badeanstalt wieder nutzt. Nicht als Freibad und Konkurrenz zum Rühner See, sondern als eine Art Bürgerhaus oder Begegnungsstätte. Aus meiner Sicht ein toller Ort für Jung und Alt. Ein Platz, zentral gelegen, gut erreichbar – ob mit dem Kinderwagen oder Rollator – Parkplätze vor der Tür und trotzdem Natur pur. Hier einen schönen Spielplatz für die Kleinen anlegen, ein kleines Café mit Terrasse. Die Räume könnten auch gut von Vereinen unserer Stadt oder vielleicht auch von der Volkshochschule genutzt werden.

Wo kann man Sie am ehesten treffen?
Ja, nun doch am ehesten zu Hause. Da ist einmal mein Garten hinter dem Haus. Er ist zwar nicht groß, aber da mir laufend etwas Neues einfällt und es ja auch so tolle Blumen gibt, wird er irgendwie nie fertig. Mein Mann bezeichnet ihn schon als Wandelgarten. Er verändert sich dauernd. Dann kommt da auch noch mein Hobby: Handarbeiten. Egal ob Stricken, Häkeln oder Sticken, ich muss immer etwas Neues ausprobieren. Zurzeit ist Patchwork angesagt. Im vergangenen Jahr habe ich mich ganz mutig auf ein größeres Projekt gestürzt. Einen Quillt aus mehr als 400 Teilen. Und er ist fertig. Hurra!
Womit haben Sie Ihr erstes Geld verdient?
Wie hieß es doch damals – mit Sekundärrohstoffen. Mit dem Sammeln von Flaschen, Gläsern und Altpapier.

Wofür haben Sie es ausgegeben?
Genau kann ich mich nicht mehr erinnern, aber vermutlich für Eis. Auf dem Marktplatz in Schwaan stand ein kleiner Eispavillion und nach Schulschluss konnte man daran doch nicht immer so vorbeigehen.

Was würden Sie gerne können?
Dazu fällt mir im Moment nichts Konkretes ein, weil ich laufend feststelle, was ich nicht kann. Aber ich denke auch, das man im Leben nicht alles können muss. Die Hauptsache ist doch, dass man das, was man kann, richtig und ordentlich macht.
Was stört Sie an anderen?
Wenn jemand nicht bei der Wahrheit bleibt und damit vielleicht noch anderen einen Schaden zufügt.
Worüber haben Sie zuletzt herzlich gelacht?
Über meinen Enkel Oskar. Er wird im Oktober zwei Jahre alt und versucht nun alles nachzuplappern. Vor 14 Tagen hatte er mit seinen Eltern bei uns Urlaub gemacht und da ging es natürlich auch an die Ostsee. Er durfte das erste mal ins Wasser und ist auch gleich reinmarschiert, bloß hat er vor lauter Aufregung fast das Luft holen vergessen. Raus wollte er dann natürlich auch nicht mehr.
Was haben Sie zuletzt Unvernünftiges getan?
Da fällt mir doch auf die Schnelle nichts Konkretes ein. Da ich sehr spontan, aber leider auch manchmal inkonsequent bin, passiert es doch schon öfter einmal.
Wer ist Ihr persönlicher Held?
Hier werde ich jetzt keine konkreten Namen nennen, denn ich bewundere und achte Menschen, die sich für andere einsetzen. Und davon gibt es viele in unserer Stadt.

Welches Buch lesen Sie gerade?
Ich bin ein Krimi-Fan und habe mich jetzt mal wieder auf die „Die Reihe“ gestürzt. Zu DDR-Zeiten hat man sich gefreut, wenn man mal ein Buch ergattert hat.
Welche Fernsehsendung verpassen Sie nie?
19.30 Uhr NDR und am Sonnabend 18 Uhr Nordtour. Und zum wiederholten Mal die Folgen vom „Mord in Mittsommer“ mit Alexandra Rapaport und Jakob Cedergren. Die Bücher dazu sind auch toll.
Wo trifft man Sie eher: bei einer Karnevalsfeier oder bei einem Fußballspiel?
Eher beim Fußball - aber: Frauenfußball. Ich habe mehrere Jahre in Potsdam gewohnt und die haben dort eine super Frauenfußballmannschaft. Es hat auch Spaß gemacht, die männlichen Zuschauer zu beobachten. Erst sah man Skepsis, aber dann ganz schnell Erstaunen und Begeisterung. Die Mannschaft hatte aber auch so schon viele männliche Fans und das nicht nur wegen der tollen Figur der Spielerinnen.
Wen würden Sie gerne mal treffen?
Etwas, was so leider nicht passieren wird: Ich würde mich gerne mit Frau Merkel, Herrn Obama und Herrn Putin zum Kaffee treffen, um die drei Staatsmänner zu fragen, warum sie nicht in der Lage sind, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und gemeinsam dafür sorgen, dass die Kriege auf dieser Erde endlich aufhören. Das ist doch etwas, was die Menschheit wirklich nicht braucht.
Wenn Sie selbst kochen: was kommt dann bei Ihnen auf den Tisch, griechische, italienische, chinesische oder deutsche Gerichte?
Ich probiere gern mal neue Gerichte aus, aber meistens deutsche Küche – Hauptsache viel Gemüse. Ich habe über die Volkshochschule auch schon an „veganen Kochkursen“ teilgenommen. Diese Gerichte haben mir auch zugesagt und ich habe sie schon nachgekocht. Lecker!
Mit welchem Lied verbinden Sie Ihre schönste Erinnerung?
„Country Road, Take Me Home“ – Vor einigen Jahren habe ich auf einer IT-Messe gearbeitet, auf der es leider auch einige unschöne Erlebnisse gab. Aber eine Organisatorin mit viel Herz und offenem Ohr wusste, dass dieses Lied unser Lieblingslied war. Und so klang es am letzten Tag zum Abschied durch alle Räume. Sie hatte es für uns organisiert. Noch heute kann ich mich mit der Lautstärke nicht beherrschen, wenn dieses Lied im Radio zu hören ist.
An welches Geschenk erinnern Sie sich noch gerne und von wem haben Sie es bekommen?
Ich habe in meinem Leben schon viele schöne Geschenke bekommen – und weiß auch noch genau von wem.
Welchen Traum möchten Sie sich noch erfüllen?
Eine Tour mit dem Wohnmobil durch Kanada
Wie gestalten Sie Ihre Freizeit als Rentner?
Außer meiner Hobbys betätige ich mich ehrenamtlich. Im Seniorenbeirat unserer Stadt versuche ich gemeinsam mit den anderen Mitgliedern, mich für die Belange unserer älteren Bürger einzusetzen. Ich bin auch davon überzeugt, dass wir gemeinsam mit unserem Bürgermeister und den Stellvertretern hier noch viel erreichen können.
Denn der Seniorenbeirat wurde nicht ohne Grund vor 16 Jahren gegründet, und es ist nun einmal Tatsache, dass aufgrund des Arbeitsmarktes in unserer Stadt vorwiegend ältere Bürger leben. Die jungen Leute arbeiten meist außerhalb und wohnen dann da auch.
Wem sollten wir diese Fragen ebenfalls stellen und warum?
Karin Fust, Mitarbeiterin der Volkssolidarität. Ich finde es toll, mit welcher Begeisterung sie ihre Arbeit meistert.

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