zur Navigation springen
Bützower Zeitung

20. September 2017 | 18:25 Uhr

Bützow : Bauhof soll Eichenlaub abfahren

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Hauptausschuss plädiert für Sonderregelung in der Pustohler Chaussee

von
erstellt am 26.Jul.2017 | 05:00 Uhr

Die Entsorgung von großen Laubbergen in der Pustohler Chaussee soll künftig durch die Stadt realisiert werden. Darauf verständigten sich jetzt die Mitglieder des Hauptausschusses. Die Stadtvertreter müssen dem noch zustimmen. Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) will einen entsprechenden Beschluss für die Septembersitzung vorbereiten. Damit soll gesichert werden, dass nicht ein weiteres Jahr das Blätterwerk der riesigen Eichen im Straßengraben liegen bleibt.

Rückblende: Die Eichen in der Pustohler Chaussee sorgen in jedem Herbst für eine überdurchschnittliche Menge an Laub. Das muss laut Straßenreinigungssatzung auf Gehwegen von den Grundstückseigentümern beseitigt werden. Bis Ende 2015 hatte der Bauhof die abgefallenen Blätter in der Pustohler Chaussee abgefahren. Doch diese Sonderregelung wurde im vergangenen Jahr gekippt. Dabei hatte die Stadt einerseits die Kosten ins Feld geführt, auf der anderen Seite den Gleichbehandlungsgrundsatz. Denn auch in der Bahnhofstraße stehen riesige Bäume, die alljährlich große Mengen an Laub verursachen. Und auch da sind die anliegenden Grundstückseigentümer in der Pflicht. Und diese Entscheidung der Stadt fiel dann auch noch mit der Einführung der kostenpflichtigen Abgabe des Laubes auf den Wertstoffhöfen durch den Kreistag zusammen. Die Folge: Für die Grundstückseigentümer entstehen Mehraufwand und zusätzliche Kosten.

Seit Monaten suchen die Bützower Stadtvertreter nach einer Lösung, wie sie mit den Laubmassen in der Pustohler Chaussee umgehen und den Grundstückseigentümern entgegenkommen können. „Es geht den Anwohnern nicht um die 54 Cent je Laubsack“, sagt UBB-Fraktionschef Ralf-Peter Katzer am Montagabend im Hauptausschuss. Vielmehr seien viele Bürger nicht in der Lage, das Laub wegzufahren. Seine Fraktion sei deshalb der Ansicht, dass der Bauhof das wieder übernehmen sollte, so wie es bis Ende 2015 auch war.

Alfred Matzmohr (CDU) erklärte, dass die Mitglieder des Bau- und Finanzausschusses verschiedene Möglichkeiten erörtert haben. So gab es die Überlegung, im Herbst Container aufzustellen. Eine Rückerstattung der Kosten bei Vorlage einer Quittung wurde ebenfalls kurz in Betracht gezogen. „Doch da ist der Verwaltungsaufwand viel zu hoch“, sagt Alfred Matzmohr. Deshalb wurde das wieder verworfen. Letztendlich favorisieren die Mitglieder der Ausschüsse ebenfalls die Bauhofvariante.

Er wünsche sich aber eine klare Entscheidung, für welche Straßen eine Sonderregelung greifen soll, sagte Christian Grüschow. Wolfgang Wehrman (EB) schlug vor, dass es eine Sonderregelung für das Eichenlaub in der Pustohler Chaussee gelten soll, weil dieses schwer verrottet. Die Blätter anderer Baumarten lassen sich hingegen gut kompostieren. „Das macht auch rechtlich sinn“, stimmte Joachim Fiedler (SPD) zu.

Die Mitglieder des Hauptausschusses waren sich einig, eine Sonderregelung für die Pustohler Chaussee auf den Weg zu bringen. Wenn die erste Laubsaison über die Bühne gegangen ist, könnten sie sehen, ob das so funktioniert.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen