Bützow : Baugrundstücke: Viele Fragen bleiben offen

Die Stadt will neue Bauflächen in Bützow schaffen.  Fotos: Archiv
Die Stadt will neue Bauflächen in Bützow schaffen. Fotos: Archiv

Der Bauausschuss der Stadtvertretung beschäftigt sich mit der Vorschlagsliste der Verwaltung

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26. März 2016, 09:00 Uhr

Der Stadt gehen die Baugrundstücke aus. Deshalb ist sie auf der Suche, nach weiteren Flächen. Bürgermeister Christian Grüschow (parteilos) hatte Ende vergangenen Jahres gemeinsam mit Bauamtsleiterin Doris Zich eine Liste mit möglichen neuen Standorten aufgestellt. Doch nach einer ersten Prüfung und Diskussion zeigte sich, dass die Suche nicht so einfach sein wird.

Bei der Wahl der Standorte gab es zunächst keine klare Richtlinie. Vielmehr ging es darum, verschiedene Varianten ins Auge zu fassen, die die unterschiedlichen Interessenlagen berücksichtigen. Es gibt potenzielle Häuslebauer, die auf der grünen Wiese, eher am Stadtrand, ihren Traum verwirklichen wollen. Aber mancher möchte auch direkt ins Zentrum. Auch diesen möglichen Bauherren will die Stadt künftig Bauplätze anbieten können.

Die von der Stadt vorgelegte Liste umfasste zunächst zehn Standorte. Dazu gehörte zum Beispiel eine Fläche in der Wismarschen Straße hinter der Tankstelle. Ein anderer Vorschlag zielt auf den Bereich des Verkehrsgartens im Stadtzentrum. Auch größere Bereiche von leer stehendem Gartenland kämen in Betracht.

Die Mitglieder des Bauausschusses der Stadtvertretung diskutierten auf ihrer jüngsten Sitzung über diese Vorschlagsliste. „Es hat sich gezeigt, dass viele Standorte so nicht einfach genutzt werden können“, sagt Ausschussvorsitzender Axel Ulrich. Er nennt als Beispiel derzeit von der Landwirtschaft genutzte Flächen. „Warum soll auf Böden gebaut werden, die sehr gute Erträge bringen. Aber andere Flächen, die nicht so gute Bodenwerte haben, werden nicht berücksichtigt?“ Auch Belange des Natur- und Umweltschutz gerade in der Nähe von Gewässern wie der Warnow seien zu beachten.

Die Ausschussmitglieder warten jetzt auf eine erste schriftliche Stellungnahme zu den vorgeschlagenen Standorten, die auf solche Fragen eingehen. „Dann wollen wir die Diskussion weiterführen“, so der Ausschussvorsitzende.

Dass einzelne Standorte aus der Liste gleich Eins-zu-eins umsetzbar seien, davon war Christian Grüschow auch nicht ausgegangen. Ihm ging es vielmehr darum, überhaupt eine Diskussion in der Stadtvertretung anzuschieben. Insgesamt möchte Grüschow eine solche Situation schaffen, dass „die Stadt immer zehn bis 15 Bauplätze im Petto hat“, wenn entsprechende Anfragen von Bauwilligen kommen.

Doch dafür braucht der Verwaltungschef den klaren Auftrag von den Stadtvertretern. Die müssen entscheiden, in welchem Umfang Geld in die Hand genommen wird, um Grundstücke zu erschließen.

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