Kunstmühle : „Bartels war für mich Liebe auf den ersten Blick“

Heiko Brunner, Leiter der Schwaaner Kunstmühle, und Kunsthistorikerin Lisa Jürß (dritter und vierte von rechts) begrüßten gestern eine Delegation der Deutsch-Französischen Gesellschaft Cluny im Kunstmuseum.
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Heiko Brunner, Leiter der Schwaaner Kunstmühle, und Kunsthistorikerin Lisa Jürß (dritter und vierte von rechts) begrüßten gestern eine Delegation der Deutsch-Französischen Gesellschaft Cluny im Kunstmuseum.

Mitglieder der Deutsch-Französischen Gesellschaft Cluny waren zu Gast in Schwaan

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11. Juni 2016, 05:00 Uhr

In der Kunstmühle herrschte gestern reges Durcheinander. Denn neben den täglichen Besuchern und Aufgaben, hatten die Mitarbeiter des Schwaaner Kunstmuseums gestern auch nicht alltäglichen Besuch im Haus.

Eine Delegation der Deutsch-Französischen Gesellschaft Cluny Hamburg hatte sich angemeldet, um eine Tour durch die Galerie-Räume zu machen.

Museumsleiter Heiko Brunner und Kunsthistorikerin Lisa Jürß führten ihre Gäste in zwei Gruppen durch das Museum.

Initiiert hatte den Besuch Dr. Brigitte Volkhausen von der Deutsch-Französischen Gesellschaft, die eine besondere Beziehung zu Schwaan pflegt. „Bis vor vier Jahren hatte ich nur den Namen Schwaan gehört und von der Künstlerkolonie“, erinnert sie sich. Allerdings hatte sie die Warnowstadt damals eher an der Nordseeküste eingeordnet. Eine Kollegin habe ihr dann erklärt, dass die Stadt an ganz anderer Stelle liegt und – aus Sicht der Kunstinteressierten – nah an Ahrenshoop zu finden sei. „Wir haben dann beschlossen herzukommen“, berichtet Volkhausen, die noch immer von diesem Besuch schwärmt: „Es war für mich ein fantastisches Erlebnis.“

Auch das Kunstmuseum habe ihr auf Anhieb sehr geallen. „Rudolf Bartels war für mich Liebe auf den ersten Blick.“

Trotz Begeisterung sei sie unzufrieden abgereist – mit einem Buch über Beartels im Gepäck und der Absicht, wiederzukommen, um mehr zu erfahren.

Gelegenheit bot sich, als die Vorsitzende des Damenkreises, Helena Paetow-Stiegen, um Unterstüztung für einen Ausflug bat. Statt Paris schlug sie schließlich Schwaan in Mecklenburg-Vorpommern vor und erntete nicht das erste Mal erstaunte Blicke. „Wenn ich über meine Begeisterung über Schwaan spreche, schauen mich alle komisch an“, sagt Volkhausen und lacht. Die Mitreisenden überzeugte sie aber schnell von ihrer Idee und sie reiste im vergangenen Jahr bereits nach Schwaan, um Vorbereitungen zu treffen.

Seitdem war sie nicht nur mit der Organisation beschäftigt, sondern führte auch Recherchen durch und konnte beispielsweise zu Otto Tarnogrockis Bild „Warten auf die Ausflugsboote“ neue Erkenntnisse und Hintergründe in Erfahrung bringen. Im Gepäck hatte sie zudem eine Flasche mit besonders dickem Boden und das passende Werk dazu, auf dem eine feuchtfröhliche Situation festgehalten ist – und genau solche Flaschen zu sehen sind. Denn diese fallen auch nach einigen Gläsern Wein nicht so einfach um. Eleonore Pahlke vom Kunstmuseum freute sich sichtlich über das Geschenk – und noch mehr über die Anerkennung. „Ich liebe dieses kleine Kunstmuseum“, sagte Brigitte Volkhausen abschließend.

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