Bützow : „Barbara“ sorgt für Ärger

Sturmtief „Barbara“ sorgte für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. Die Bützower Kameraden nahmen viele lose Dachziegel ab, um Schäden vorzubeugen.
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Sturmtief „Barbara“ sorgte für zahlreiche Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. Die Bützower Kameraden nahmen viele lose Dachziegel ab, um Schäden vorzubeugen.

Sturmtief sorgt für Stromausfall und zahlreiche Feuerwehreinsätze in der Umgebung / Verletzte gibt es keine

svz.de von
27. Dezember 2016, 21:00 Uhr

Besinnlich war der zweite Weihnachtsfeiertag nicht – Sturmtief „Barbara“ wütete in Norddeutschland und machte auch vor der Bützower Region nicht Halt. Die gute Nachricht vorweg: Verletzt wurde im gesamten Landkreis Rostock niemand. Aber die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren waren vielerorts im Einsatz, um die Schäden zu beseitigen. Auch gestern Nachmittag waren Kameraden in Bützow noch im Einsatz. Außerdem kam es zu Stromausfällen.

Zu gleich zwölf Einsatzstellen wurde die Freiwillige Feuerwehr Bützow gerufen. Das erste Mal rückten die Kameraden um 18.15 Uhr aus, als ein umgekippter Baum bei Parkow die Fahrbahn blockiert. Der Einsatz wurde aber noch während der Fahrt abgebrochen, da Anwohner die Straße bereits beräumt hatten. „Aber schon während der Fahrt war uns klar, dass da noch mehr kommt“, sagte der stellvertretende Wehrführer, Alexander Kraak.

Er sollte recht behalten. Bis 20.45 Uhr waren die Kameraden im Dauereinsatz. Um parallel an mehreren Orten agieren zu können, kam ein gesondertes Einsatzkonzept zum Tragen: Bis zu vier Gruppen können so agieren, am zweiten Weihnachtsfeiertag waren es zwei mit insgesamt 27 Feuerwehrmännern. Angesichts des Feiertages eine gute Zahl, wie Alexander Kraak befand.

Den Schwerpunkt bei den Einsätzen nahmen Dächer ein. Die Kameraden schauten, wo bereits Dachziegel auf dem Boden lagen, kontrollierten die Dächer und wurden zudem von Anwohnern direkt angesprochen. Es wurden zahlreiche lose Dachziegel entfernt, um eventuelle Schäden zu vermeiden. „Wir hatten Glück, es wurde niemand verletzt“, sagte Alexander Kraak. Der Sturm sei zwar angekündigt gewesen, „dass er aber so schlimm wird, haben wir nicht gedacht“. An solch arbeitsreiche Weihnachten konnte sich der stellvertretende Wehrleiter nicht erinnern.

Auch in den umliegenden Gemeinden waren die Feuerwehren im Einsatz. Kameraden aus Tarnow, Bernitt, Steinhagen, Moisall/Kurzen Trechow, Zepelin/Oettelin und Rühn rückten aus. In erster Linie räumten sie Straßen von umgekippten Bäumen oder Ästen frei.

Die Kameraden aus Schwaan wurden am frühen Abend ebenfalls aus den weihnachtlichen Festlichkeiten gerufen. Allerdings nicht wegen eines Notfalls, sondern weil die Brandmeldeanlage im ASB-Pflegeheim in Folge eines Stromausfalles eine Fehlermeldung abgab, wie Wehrleiter Maik Baun sagte. Die Anlage sollte zurückgesetzt werden. Wie sich später herausstellen sollte, war es allerdings ein Fehler, der nicht von der Feuerwehr behoben werden konnte, sondern von der zuständigen Servicestelle.

Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Rukieten rückten in Folge des Sturms ebenfalls aus. Sie wurden alarmiert, da ein umgekippter Baum einen ländlichen Weg blockierte.

Auf das Festessen musste vielerorts in der Region wegen „Barbara“ verzichtet werden. Wie die WEMAG mitteilte, kam es aufgrund abgebrochener Äste und umgestürzter Bäume zu Unterbrechungen in der Stromversorgung. „Mit dem aufziehenden Sturmtief kam es auf mehreren Freileitungen im Versorgungsgebiet der WEMAG zu Versorgungsunterbrechungen. Durch die sehr starken Windböen wurden Störungen in der Mittel- und Niederspannungsebene (20 kV und 0,4 kV) verursacht“, teilte die WEMAG mit. Betroffen waren unter anderem Bernitt, Glambeck, Göllin, Gralow, Hermannshagen, Jabelitz, Katelbogen, Käterhagen, Klein Sien, Moisall, Moltenow, Neu Bernitt, Neu Käterhagen, Qualitz, Schlemmin, Steinhagen, Ulrikenhof. Zwischen 9.24 und 13.24 Uhr musste auf Strom verzichtet werden.

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