Neu Wiendorf : Bahnübergang weiterhin eine unendliche Geschichte

Hier soll in die Sicherheit investiert werden: Für die Gemeinde bedeutet das finanzielle Schwierigkeiten.
Hier soll in die Sicherheit investiert werden: Für die Gemeinde bedeutet das finanzielle Schwierigkeiten.

Mehr als fünf Jahre steht der Bahnübergang auf der Agenda – doch nach wie vor passiert hier nichts

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27. August 2015, 19:23 Uhr

Informationen zu den Baumaßnahmen an ihrem Bahnübergang erhofften sich die Neu Wiendorfer auf ihrer jüngsten Gemeindevertretersitzung – doch aus der Traum. „Es gibt nichts Neues zu berichten“, resümiert Bürgermeister Frank Heidelk und fügt hinzu: „Als Gemeinde werden wir überhaupt nicht informiert – die Bahn lässt uns am langen Arm verhungern.“

Kürzlich habe es eine Begehung gegeben – natürlich ohne Kenntnis von Amt und Gemeinde. „Würde nicht unsere Gemeindevertreterin Anke Schwarz in unmittelbarer Nähe des Bahnübergangs wohnen, hätte ich das nicht erfahren“, erklärt Frank Heidelk, der ohne Einladung zu dem Termin erschien, um neue Informationen zu dem Bauvorhaben zu erhalten.

Zur Erinnerung: Das Bahnkreuzungsgesetz schreibt vor, wie und was gebaut wird und beteiligt Gemeinden zu einem Drittel an der Bausumme – die übrigen Kosten teilen sich Land und Bahn. Nach letztem Kenntnisstand bedeutete das für Wiendorf eine Summe von 501 032 Euro. „Vor inzwischen mehr als fünf Jahren war noch von einer Halbschranke die Rede, zuletzt hieß es, es muss aus sicherheitstechnischer Sicht eine Vollschranke geben und nun war bei dem Vor-Ort-Termin wieder von einer Halbschranke zu hören“, erzählt Frank Heidelk. In seinen Worten schwingt inzwischen Resignation, denn bislang ist hier in Neu Wiendorf gar nichts passiert.

„Scheinbar zieht sich das noch ewig hin und auch wenn im Frühjahr die Rede von einem Baubeginn im Herbst war, glaube ich das erst, wenn der erste Spatenstich gesetzt ist“, sagt der Bürgermeister. Auch für die Anwohner sei die Ungewissheit nicht gut. Zehn von ihnen waren in dieser Woche zur Gemeindevertretersitzung gekommen, hofften auf neue Informationen. Ganz oben auf der Liste der Fragen stand natürlich das Wann, aber auch die Frage nach dem Warum drängte sich immer wieder auf. Immerhin wohnen hinter dem Bahnübergang nur wenige und der Rest seien Bungalows, so Heidelk.

Sollte an dem Übergang tatsächlich bald ein Bautrupp anrücken, müsse noch ein weiteres Problem gelöst werden. „Noch ist nicht klar, wo die Umleitung lang führen soll – nicht einmal darüber herrscht Einigkeit“, gibt Frank Heidelk zu bedenken. Von der Bahn wünsche sich der Gemeindechef künftig einen besseren Informationsfluss. Auch sei es wichtig endlich einen Termin für den Baubeginn festzulegen, damit Fördermittel beantragt werden können – denn die vollen Kosten kann die Gemeinde nicht alleine tragen.

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