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Bützower Zeitung

14. Dezember 2017 | 23:57 Uhr

Bützow : Bahnhof erwacht zu neuem Leben

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Um das Gebäude wieder attraktiv zu machen, treibt Besitzer Poppe Gerken die wirtschaftliche Nutzung voran

von
erstellt am 17.Jan.2017 | 05:00 Uhr

Altes Porzellan, Haushaltsgeräte und Schallplatten – in der ehemaligen Gaststätte des Bützower Bahnhofs entsteht gerade ein Flohmarkt. Poppe Gerken, der Besitzer der Räumlichkeiten, hat die Ware aus den Hinterlassenschaften verschiedener Bützower Geschäfte aufgekauft und möchte sie nun anbieten. „Ich dachte, es gibt keinen besseren Ort dafür“, sagt Poppe Gerken.

Damit die Räume, die lange Zeit brach lagen, vorzeigbar sind, lässt Gerken ihnen derzeit noch einen neuen Anstrich verpassen. Die dunklen Holzvertäfelungen werden hell überstrichen. „Das gefällt mir besser, weil es freundlicher wirkt“, sagt Gerken. Als besonderen Hingucker hat der Zepeliner die Säule in der Mitte des vorderen Raumes in Gold gestrichen. Präsentiert wird das Ganze am zweiten Wochenende im Februar. Dann können Interessierte in aller Ruhe die Stände nach kleinen Schätzen durchstöbern. Neben den Verkaufsartikeln solle es auch einen kleinen Imbiss geben, verrät Gerken. Ein paar Würste und etwas zu trinken würde er schon anbieten wollen. „Die Leute sollen sich auch hinsetzen und miteinander ins Gespräch kommen. Das soll ein Ort zum Verweilen sein.“

Bei dem Termin im Februar soll es nicht bleiben. Geplant ist, den Flohmarkt zweimal wöchentlich zu öffnen, vorzugsweise am Wochenende, so Gerken.

Langfristig hat der Unternehmer vor, die Räume wieder gastronomisch zu nutzen. „Ich liebe den Mix aus English Pub und dem amerikanischen Saloonstil. Das würde ich gern hier reinbauen.“ Einen festen Zeitplan gibt es diesbezüglich allerdings noch nicht. „Aber Ende 2018 möchte ich schon ein gutes Stück weiter damit sein“, so Gerken. Eine neue Kneipe könne auch das Problem mit der Bahnhofstoilette lösen, so Poppe Gerken. „Es gibt ja bislang nur die eine, die zudem immer wieder nicht funktioniert. Gegen eine geringe Gebühr, wie das auch in anderen Gaststätten üblich ist, könnten Bahnreisende auch die Sanitäranlagen nutzen. „Es kann nicht angehen, dass der Bahnhof nur diese eine Toilette hat“, so Gerken.

Auch für den westlichen Teil des Bahnhofsgebäudes hat der ehemalige Landwirt schon genaue Vorstellungen. Die Räume sollten ursprünglich als Zahnarztpraxis genutzt werden. Das klappte am Ende nicht und nun sollen dort neben einem An- und Verkaufsgeschäft noch ein Büro und ein Bereich zum Verkauf von Fleischwaren entstehen. Wann genau das umgesetzt wird, steht ebenfalls nicht fest.

Auf lange Sicht soll auch die obere Etage vollständig genutzt werden. So sollen unter anderem Wohnungen entstehen. Eine sei schon fast vollständig saniert, sie könne im Sommer bezugsfertig sein, sagt Gerken. Für die anderen Räume, die alle schon entkernt sind, schwebt ihm ein Hotel vor. „Für Bahnreisende, die unerwartet hier in Bützow hängen bleiben, wäre das ein sehr gutes Angebot.“

Doch mit der Umsetzung dieser Pläne will Gerken sich Zeit lassen. „Jetzt fokussieren wir uns erst einmal auf den unteren Teil des Bahnhofsgebäudes.“

Mit seinen Plänen möchte Gerken nicht nur den Bahnhof wieder beleben, sondern auch der Stadt selbst Gutes tun. „Durch zunehmenden Tourismus, beispielsweise durch die Warnowschifffahrt, können die Geschäfte hier gut Profit machen. Dafür muss den Leuten aber auch etwas angeboten werden.“

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