Bützow : Bäume als krönender Abschluss

Noch ist nicht viel zu sehen von einem Park als Erholungsoase.  Doch das wird sich ändern. Jetzt werden 50 neue Bäume gepflanzt.  Fotos: Ralf Badenschier
1 von 2
Noch ist nicht viel zu sehen von einem Park als Erholungsoase. Doch das wird sich ändern. Jetzt werden 50 neue Bäume gepflanzt. Fotos: Ralf Badenschier

SVZ-Bautagebuch (Teil 10): Die Bauarbeiten an der künftigen Erholungs- und Freizeitoase gehen auf die Zielgerade

23-11367640_23-66108348_1416395129.JPG von
08. November 2017, 21:00 Uhr

Tiefe Spuren des kleinen Baggers sind in dem dunklen frischen Mutterboden zu sehen. Überall liegen junge Bäume bereit, um sie in die vorbereiteten Pflanzlöcher zu setzen. In einigen steht Wasser. Die letzte Etappe bei der Neugestaltung des ehemaligen Rosengartens und künftigen Parks am Schloss ist erreicht. Den Mitarbeitern einer Landschaftsbau firma aus Neubrandenburg bleibt es vorbehalten, in die Zielgerade einzubiegen.

Der baubegleitende Architekt Markus Fiegl zieht schon jetzt ein kurzes Fazit. Gemeinsam mit seinem Architektenkollegen Marek Jahnke hatte er vor knapp zwei Jahren den Wettbewerb zur Neugestaltung des Rosengartens und des Schlossplatz-Areals gewonnen. Die Ideen der beiden Berliner, ergänzt durch Details anderer Wettbewerbsteilnehmer, führte zu dem Gestaltungsplan, mit dessen Umsetzung am 29. Mai begonnen wurde. „Zielsetzung war, im November die Arbeiten abzuschließen“, sagt Markus Fiegl. Damit liegen die Bauleute voll im Zeitplan. Das sei umso erstaunlicher, da die Bauarbeiter in diesem Jahr mit besonders viel Wasser von oben zu kämpfen hatten. „Das trifft nicht nur für die Bützower Baustelle zu. Hier hatten wir zwei Wochen Pause“, so der Architekt.

Der viele Regen sorgte nämlich auch dafür, dass der Grundwasserspiegel stieg. Die Böden seien gesättigt, erklärt Stefan Hornig von der Baufirma aus Gnoien. Deshalb werde jetzt auch noch in den Flächen eine zusätzliche Drainage eingebracht, damit das Wasser zur Warnow hin abfließen kann, sagt Markus Fiegl.

Tilia Cordata steht auf einem Zettel, der an einem der neuen Bäume im Wind flattert. Das ist eine Winterlinde, erklärt einer der Männer vom Landschaftsbau. „Wir haben hier auf Vielfalt an Bäumen gesetzt. Linde, Birke, Esche, Ahorn, Tulpenbaum – insgesamt 50 neue Bäume werden hier eingesetzt“, sagt Marek Jahnke. Eine Idee: An den einzelnen Bäumen könnten noch Infotafeln gesetzt werden.

Hinzu kommen hunderte von kleineren Pflanzen und Hecken, die jetzt in die Erde kommen. Letztere kommen insbesondere im Bereich entlang des Gehweges an der Straße Am Forsthof hin. „Damit soll der Park zur Straße hin abgeschirmt werden. „Auf der andere Seite gibt es einen offenen, freien Blick hinüber zur Stiftskirche und zur Altstadt“, erklärt Markus Fiegl die Idee hinter diesem Gestaltungskonzept. Entlang der Warnow wird dann wieder stärker bepflanzt. „Das wird dann ein kleines Biotop“, sagt Marek Jahnke.

Gesperrt ist gegenwärtig der kleine Parkplatz, weil der derzeit noch von der Baufirma benötigt wird. Doch auch das wir sich nach Abschluss der Pflanzarbeiten ändern. „Wir werden die Einfahrten ein wenig anders gestalten, sie werden kleiner“, erklärt Markus Fiegl. Dadurch werden zwei zusätzliche Parkplätze hinzukommen.

Das wären dann auch wirklich die letzten Arbeiten für den neuen Park am Schloss. Zumindest für diesen ersten Bereich. Denn die Idee reicht weiter. Der Park soll nach dem Neubau der Aalfangbrücke hinüber zum Schloss weitergeführt werden.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen