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Seniorenzentrum : B-Plan für Seniorenzentrum wird erneut ausgelegt

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Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Bedenken der Naturschutzbehörde und des StALU MM fließen in neuen Entwurf ein

von
erstellt am 06.Mai.2016 | 05:00 Uhr

Der Bau des DRK-Seniorenzentrums auf dem Gelände der ehemaligen Möbelwerke in Güstrow verzögert sich weiter. Grund dafür sind Bedenken des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Mittleres Mecklenburg und der Naturschutzabteilung des Landkreises Rostock. Beide Behörden „äußerten zur Versiegelung der Flächen innerhalb des Gewässerschutzstreifens zum Bützower See ihre Bedenken“, heißt es vonseiten der Stadt.

Deshalb werde empfohlen, die Baugrenze entlang der Seeseite neu zu ordnen. Die Naturschutzbehörde spreche sich für einen „möglichst breiten Uferstreifen“ aus, berichtete Bauamtsleiterin Doris Zich auf der jüngsten Sitzung des Bauausschusses. Darüber hinaus wurde auch ein Schallschutzgutachten erarbeitet. „Das ist bei innerstädtischen Vorhaben immer kompliziert“, so Doris Zich. Die Schallschutzmaßnahmen sollen nun als Festsetzungen in die Planunterlagen eingearbeitet werden. Außerdem soll berücksichtigt werden, dass die Bodenaufsichts- sowie die Naturschutzbehörde die Bauarbeiten begleiten möchten. Bereits in den vergangenen Monaten hat es Untersuchungen gegeben, da wegen der mehr als 100-jährigen gewerblichen Nutzung des Areals Altlasten im Bauuntergrund vermutet wurden.

Die Behörden hatten ihre Stellungnahme im Zuge einer öffentlichen Auslegung des B-Plans Anfang des Jahres abgegeben. Wegen der nun eingeflossenen Änderungen soll es nun eine zweite Auslegung geben. „Nach einer längeren Diskussion haben wir eine neue verkürzte Auslegung beschlossen – um potenziellen Streitigkeiten nach der Fertigstellung des Projektes auszuweichen“, sagt Doris Zich.

Der Bauausschuss stimmte dem in dieser Woche zu, am Montag steht das Thema dann in der Stadtvertretung auf der Tagesordnung. Stimmt diese der erneuten öffentlichen Auslegung zu, haben Behörden und öffentliche Träger, die unmittelbar von dem Bauprojekt „berührt“ sind, wieder 14 Tage Zeit, ihre Stellungnahme abzugeben.

Das DRK hofft, dass der aktuelle Entwurf des B-Plans Zustimmung findet. „Sobald es durchgeht, fangen wir mit den Arbeiten an“, sagt Manuela Hamann, die für das Marketing des Kreisverbandes Güstrow verantwortlich ist und das Projekt von Anfang an begleitet hat. Als erstes werde die Begegnungsstätte umgesetzt, weil dafür Fördermittel vorgesehen sind, und diese seien an eine zeitliche Vorgabe gebunden. „Wir warten nur noch auf den Startschuss.“

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