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Bützower Zeitung

16. Dezember 2017 | 04:46 Uhr

Bützow : Autoren singen und lesen vor

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Die Mitglieder des Schreibzirkels präsentierten Texte über Frühling und Sommer

svz.de von
erstellt am 26.Mai.2016 | 12:00 Uhr

Heitere Stimmung unter dem Dach des Krummen Hauses: Der Bützower Schreibzirkel veranstaltete gestern seine Frühjahrslesung unter dem Titel „Des Sommers Zeichen“. Die Autorengemeinschaft präsentierte Texte unterschiedlicher Stilrichtungen ergänzt von musikalischen Beiträgen.

„Auch wenn nicht alle Stuhlreihen besetzt sind, bieten wir Ihnen ein volles Programm“, sagte Wolfgang Pfannenschmidt in seiner Begrüßungsrede an das Publikum. Er sollte Recht behalten. Kurzgeschichten wechselten sich mit Gedichten und Gesangseinlagen ab. So unterschiedlich die Schreib- und Vortragsstile der Autoren waren, nahmen doch alle Texte Bezug auf den Frühling und Sommer. So trug Angelika Beck ihre Kurzgeschichte „Kritik am Frühling“ vor. Strafend ging sie mit der ersten Jahreszeit, die in ihrem Text zu kalt daher komme, um und sorgte damit beim Publikum für einige Lacher, wenn es hieß: „Meinst du Frühling, der Hahn hat Lust auf die Henne bei dem Wetter?“

Durch Klaus-Dieter Kaie fand die Plattdeutsche Sprache Eingang in die gestrige Lesung. Der Autor begeisterte mit seiner Kurzgeschichte über Fritz, der Fisch räuchern wollte. Als leidenschaftlicher Koch will Fritz seinen angekündigten Gästen etwas Besonderes präsentierten: selbstgeräucherten Lachs. Doch als er den Fisch zubereiten will, ist dieser nicht aufzufinden. Mithilfe seiner Frau findet Fritz heraus, dass er den Lachs im Supermarkt in den falschen Einkaufswagen gelegt hat. Das Gelächter seiner Gäste ist groß, als Fritz ihnen von seinem Missgeschick erzählt. Ebenso amüsiert waren Kaies Zuhörer und belohnten den Vortragenden mit Applaus.

Als Kaie seine Gitarre herausholte und seine Version altbekannter Klassiker vortrug, wippten einige Füße der Zuhörer im Takt mit. Er sang von der Freude über die Leckereien eines Schlachtschweins oder den Gebrauch der Plattdeutschen Sprache und bezog das Publikum dabei mit ein. Margrid Zikarsky gab unter anderem einen musikalischen Eindruck über ihre Erlebnisse an der Ostsee.

Auf einem Flug über die mecklenburgische Landschaft konnten die Zuhörer Wolfgang Pfannenschmidt begleiten. Detailliert, als säße der Zuhörer selbst im Cockpit neben dem Protagonisten der Geschichte, beschrieb Pfannenschmidt seinen Ausflug zu Pfingsten vergangenen Jahres. Wie seine Geschichte fußen auch viele Beiträge der anderen Autoren auf wahren Begebenheiten. Heinz Niebuhr widmete sich in seinen reimenden Gedicht einem Frühlingstag an einem Samstagnachmittag während Wolfgang Schubert in seinem Prosatext Szenen aus seinem beruflichen Leben als Elektroingenieur vorlas und die Zuhörer dabei mit auf eine reise nach Bulgarien nahm.

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