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Bützower Zeitung

26. September 2017 | 05:54 Uhr

Schwaan : Auszeichnung für Hundefreunde

vom
Aus der Redaktion der Bützower Zeitung

Manfred Poniatowski vom Tierschutzverein Schwaan überreicht Urkunden für tierfreundliche Betriebe

svz.de von
erstellt am 30.Jun.2017 | 09:00 Uhr

Seit gestern ist er vorbei, der Tag mit dem „Kollegen Hund“ (SVZ berichtete). Was für viele Deutsche – etwa 1000 eingetragene Teilnehmer – eine Aktion des Deutschen Tierschutzbundes war, ist für einige Schwaaner der ganz normale Arbeitsalltag. Manfred Poniatowski vom Tierschutzverein Schwaan möchte den Mitwirkenden mit einer Urkunde für einen tierfreundlichen Betrieb danken.

Karola Zietz aus Schwaan hat ihre Hündin Emma immer mit in ihrer Buchhandlung. Seit zehn Jahren schon macht sie bei der Bundesweiten Aktion „Kollege Hund“ mit. Auf die Idee gebracht hatte sie Manfred Poniatowksi. Er überreichte ihr die zehnte Urkunde und ein paar Leckerlis für Emma. Für Karola Zietz ist es kein Problem, die Hündin mit bei der Arbeit zu haben. „Was ist denn schon dabei?“, fragt sie. Durch den Hund würden sich viele Gespräche ergeben und einige Besucher kämen sogar extra wegen Emma ins Geschäft.

Auch für Optiker und Hundebesitzer Stefan Hempel gehört ein Vierbeiner ins Geschäft. Seit 20 Jahren begleiten ihn seine Hund zur Arbeit. „Die Kunden kennen es schon. Klar muss ich bei manchen vorsichtig sein, vor allem bei Kindern“, sagt Hempel. Dennoch wird ein Tier im Laden generell gut angenommen. Mit dem aktuellen „Ladenhüter“ Chenoa ist Hempel nun schon zum fünften Mal bei der Aktion dabei. Der Hund schafft dabei nicht nur ein entspanntes Arbeitsumfeld, sondern sorgt auch häufig für den Gesprächsbeginn. „Viele Kunden, häufig Senioren, die früher selbst einen Hund hatten, sprechen mich auf Chenoa an“, so Hempel. Dann entfaltet sich immer recht schnell ein Gespräch.

Ähnlich kommunikative Kunden kennt auch Jana Weidler von der Firma Schipplock Bau, die mit ihrer Hündin Kira ebenfalls an der diesjährigen „Kollege Hund“-Aktion teilgenommen hat. „Manchmal kommen Leute nur zum Hallo sagen vorbei und um Kira zu streicheln. Die meisten Leute finden es toll, dass ein Hund im Büro ist.“ Wenn ein Kunde aber Angst vor dem Tier hat, ist es für Jana Weidler auch kein Problem, Kira in einen anderen Raum zu bringen und die Situation zu entschärfen. Trotzdem bleibt der Hund dann meist Gesprächsthema Nummer eins, so Jana Weidler. Bei ihr im Büro kann sich Kira wohlfühlen. Dafür sorgen neben ausreichend Futter und einem Platz direkt zu Frauchens Füßen auch Spielzeuge. Kunden und Kollegen sehen dem tierischen Bürobegleiter gelassen entgegen. „Sie war von Anfang an dabei“, so Jana Weidler.

Poniatowski freut sich über das Engagement der Hundefreunde. 1000 Betriebe in Deutschland sind ihm aber eigentlich noch zu wenig. „Bei 10 000 hätte ich gesagt, dass es passt“, so Poniatowski.

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